Trotz Verbot
Frau aus dem Bezirk Braunau bot Rheumadecken aus Katzenhaut an

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Die Frau soll versucht haben, mehrere Rheumadecken aus Katzenfell zu verkaufen. Durch einen Unterstützer wurde der Verein gegen Tierfabriken (VGT) darauf aufmerksam.

BEZIRK BRAUNAU. Die Decken wurden mit jeweils 150 Euro bepreist und explizit als „neu“ bezeichnet. Das Posting auf Facebook rief viele negative Kommentare aufgebrachter Menschen hervor und wenige Stunden später war der Verkaufsversuch dann auch gelöscht.

Es geht auch ohne Tierleid

Katzenfelldecken wurden vor einigen Jahrzehnten noch regelmäßig als Hilfsmittel gegen Rheumabeschwerden verkauft. Doch mit der Zeit wurden Katzenfelle durch andere wärmende Decken ersetzt, für die keine Tiere leiden müssen. 2007 sprachen sich laut einer repräsentativen Umfrage bereits 76% der österreichischen Bevölkerung gegen den Import von Hunde- und Katzenfellen aus, der Handel damit wurde verboten.

Statement der deutschen Rheuma-Liga dazu: "Es heißt ja, dass Erdstrahlen eine Rolle spielen, wenn man Katzenfelle einsetzt. Wir können nur sagen, dass das Unfug ist, und raten davon ab, solche Katzenfelle zu nutzen. Eine Wolldecke tut's ganz genau so, man braucht keine Katzenfelle zu nehmen."

Bereits 1999 rief der VGT zu einem Verkaufsverbot solcher Rheumadecken auf. Seit 2007 ist in der EU das Inverkehrbringen sowie die Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen verboten. Dies gilt auch für Produkte, die solche Felle enthalten. Da die Konsumenten wenig Interesse daran haben, Fell von Tieren, die als Haustiere gelten, zu besitzen, nutzt die Pelzindustrie im Fachjargon Worte wie „Genotte“ oder „Genette“ für das Fell von Katzen. Unter diesen Decknamen werden Katzenfelle normalerweise verkauft, um die Kundschaft im Unklaren darüber zu lassen, welches Tier für das Produkt leiden musste.

Doch die Frau aus dem Bezirk Braunau ging diesen Umweg über den Decknamen gar nicht erst und versuchte, die Decken simpel als „Katzenfelldecken“ zu verkaufen. Kurz danach teilte sie auf ihrer Seite Beiträge von vermissten Katzen in ihrer Umgebung.

VGT-Campaignerin Majo Knull ist empört: “Nicht nur, dass diese Person illegal handelt, indem sie Katzenfelldecken im Internet zum Verkauf anbietet. Sie gibt sich öffentlich noch dazu als tierliebe Person, die vermeintlich um das Wohl von aus der Nachbarschaft verschwundenen Katzen besorgt ist. Hoffentlich besteht zwischen dem Deckenverkauf und dem Verschwinden von Tieren kein grausiger Zusammenhang. ”

Der VGT hat Anzeige erstattet und hofft auf eine lückenlose Aufklärung.

Eine Frau aus dem Bezirk Braunau wollte über Facebook Katzenfelldecken verkaufen.

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