Führung durch KZ-Gedenkstätte Mauthausen – ein Projekt macht Schule

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MAUTHAUSEN, BRAUNAU. Ein besonderes Projekt zur Betrachtung und Reflexion von Geschichte gibt es im Gedenkjahr 2018 an der HLW Braunau. Anja Gadringer, Marcel Brunthaler, Lino Gann und Tobias Pichler (5C) stellen sich in ihrer Diplomarbeit in den Fächern Geschichte und Politische Bildung sowie Globalwirtschaft, Wirtschaftsgeografie und Volkswirtschaft dem Thema „Die wirtschaftliche Relevanz von Zwangsarbeit zur Zeit des Nationalsozialismus in Oberösterreich“.

Dies umfasste neben einer ausführlichen Literaturrecherche und Zeitzeugenbefragungen auch ein Schulprojekt. Die Gruppe machte es sich zur Aufgabe, am 6. November die Schülerinnen der 4C selbst als "Guides" durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen zu begleiten, Sachinformationen zu geben, aber auch Diskussionen anzuregen. Unterstützt wurde die Diplomarbeits-Gruppe vom erfahrenen Referenten Daniel Tscholl, dem dieses so kreierte neue Format eines Rundgangs durch die Gedenkstätte außerordentlich gut gefallen hat.

Ein wichtiger inhaltlicher Teil war das Durchschauen der subtilen sprachlichen Mechanismen von Propaganda. „Angesichts der Gräueltaten, die in der NS-Zeit gegen bestimmte Personengruppen gerichtet waren, und des Leides der Zwangsarbeiter, könnte man wie viele damals, auch heute noch in Angst und Sprachlosigkeit verfallen. Die Teilnehmer an diesem Projekttag haben aber gezeigt, dass sie durchschauen konnten, wie es dazu kommen konnte, und in der Lage sind zu verstehen, was das mit ihnen und uns heute lebenden Menschen zu tun hat“, sagt Bettina Seidl, Historikerin und Germanistin, die die Diplomarbeit an der HLW-Braunau betreut.

Fotos: Bettina Seidl

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