Biogemüse selber anbauen
Garteln für jedermann im "Innviertler Mietgarten"

Lydia Daxecker und Tochter Carina im "Innviertler Mietgarten".
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  • Lydia Daxecker und Tochter Carina im "Innviertler Mietgarten".
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  • hochgeladen von Daniela Haindl

Ein Stück Ackerland für den eigenen Gemüsegarten anmieten? Lydia Daxecker hat in Feldkirchen bei Mattighofen ein mutiges Mietgarten Projekt gestartet, das noch Mieter sucht.

FELDKIRCHEN. Einen Garten zu haben, das ist ein Luxus, der nicht jedem gegönnt ist. Lydia Daxecker aus Feldkirchen weiß das aus trauriger Erfahrung: "Im Krankenhaus hab ich miterlebt, wie die Leute geweint haben, weil sie nach Hause mussten, denn zu Hause hatten sie nicht einmal einen Balkon.", erzählt die zweifache Mutter und Patientenbegleiterin. Gerade im letzten Jahr, habe Angst vor Ansteckung und fehlende Möglichkeit hinaus in die Natur zu kommen vielen Menschen zu schaffen gemacht.

"Einen Garten zu haben, ist keine Selbstverständlichkeit"

"Ich habe zu meinem Mann gesagt: Das was wir haben, hat nicht jeder. Ein Garten ist keine Selbstverständlichkeit", so Lydia. Zusammen mit ihrer Tochter Carina steht sie vor den bepflanzten Parzellen ihres Innviertler Mietgartens, einem umzäunten Acker am Schneckenberg. Doch von Schnecken keine Spur. Carina findet das Projekt ihrer Mutter toll, der Ehemann musste ein paar Tage nachdenken, zog dann aber mit, und Lydia ist ihm für seine Unterstützung sehr dankbar.

"Die Leute, die ihre Parzellen hier mieten, sind für das "Miteinander". Da werden Pflanzen getauscht, und Verlorengegangenes wird füreinander aufgehoben." Die Mieter der Gartenflächen kommen meist nach der Arbeit zum Gießen vorbei. Weil es keine Gartenhäuschen gibt, beschränkt sich der Aufenthalt auf die Arbeit. Kinder, die mit ihren Eltern zum Garteln kommen, können den Barfußpfad entlanglaufen, oder am Schotterberg klettern.

Nach der Arbeit beim Gartenl "runterkommen"

Den Mietern geht es neben der Gartenarbeit auch darum, nach der Arbeit herunter zu kommen, meint Lydia Daxecker. Aber auch das Themen wie Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Lebensmitteln würden eine große Rolle spielen. "Wenn man weiß wieviel Zeit und Arbeit in Lebensmitteln steckt, lernt man auch ihren Wert besser zu schätzen." Frisches Gemüse und Obst aus Supermärkten sei teurer geworden, selbst anzubauen sei eine günstige Alternative zum Supermarkteinkauf, meint Daxecker.

Die Größe der mietbaren Flächen beträgt 30, 50 oder 80 m2 groß. Kunden, die eine Parzelle anmieten, bekommen ein Starterpaket mit verschiedenen Samen und Pflänzchen wie Klettererdbeeren, Kohlrabi und Salat, natürlich ist auch Gießwasser in der Miete inbegriffen. Dennoch wird darauf geachtet, dass Wasser gespart wird: "Am Ende kommt das auch den Pflanzen zugute, weil diese dann tiefer wurzeln", erklärt Lydia Daxecker. 

Mehr Informationen:
innviertler-mietgarten.at

oder auf der facebook-Seite des Mietgartens


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