Gemeinderatssitzung Mattighofen
Klares "Nein" zu Volksschulausbau

Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung vom 24. September, dass ein alternativer Standort für das sonderpädagogische Zentrum gesucht werden soll.
  • Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung vom 24. September, dass ein alternativer Standort für das sonderpädagogische Zentrum gesucht werden soll.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Katharina Bernbacher

Der bereits viel diskutierte Zubau der Volksschule, der für die Sonderschule Mattighofen geplant gewesen wäre, erhielt nun vom Mattighofner Gemeinderat eine Absage. Eine alternative Standortsuche soll starten.

MATTIGHOFEN (kat). Im Oktober 2019 wurde die Finanzierung für den notwendigen Anbau in der Volksschule Mattighofen im hiesigen Gemeinderat beschlossen. Die Schüler hätten mit Beginn des Schuljahres 2020/21 in den Neubau umziehen sollen. Eigentlich. Die Schule hat begonnen und das Sonderpädagogische Zentrum Mattighofen ist nach wie vor im "Ausweichstandort" am Stadtplatz 3 untergebracht. In der Gemeinderatssitzung vom 24. September wurde dem Zubau nun eine klare Absage erteilt.

Alternativstandort wird gesucht

"Die Beamten haben sich bei der Berechnung getäuscht. Wir müssten das Projekt mit der "Gemeindefinanzierung neu" berechnen", betonte Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer. Ein Zubau an die bestehende Volksschule, wie es ursprünglich angedacht war, schließt der Mattighofner Gemeinderat klar aus.  "Wir begrüßen die Idee, den Neubau bei der Volksschule nicht weiterzuverfolgen. Wir wollten immer eine Alternative, wie beispielsweise in den Räumlichkeiten der Bernaschekschulen", betonte Stadtrat Daniel Lang. Die Bernaschekschulen wurden vom Gemeinderat als Favorit eines Alternativstandortes gesehen. Durch eine Absage der erneueten Bauarbeiten am Volksschulegebäude würden auch die Volksschüler im Lernalltag nicht durch Baulärm gestört werden, begrüßt auch Sonja Löffler den Vorschlag.
Am Schuljahresende diskutierten Gemeinderatsmitglieder mit Vertretern des sonderpädagogichen Zentrums über den aktuellen Plan, wofür sich Schwarzenhofer in der gestrigen Sitzung nochmals bei den Beiteiligten bedankte.

JUZ zieht ins Moos

In der letzten Gemeinderatssitzung des Vorjahres beschloss der Gemeinderat das endgültige Aus für das Jugendzentrum (JUZ) am bisherigen Standort am "Stieglberg". Seither wurde nach einem neuen Platz für Mattighofens Teenager gesucht. Der dürfte nun gefunden sein: Der neue Standort soll in der Moosstraße 3a, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Fitnessstudios "Balance" sein. Bisher fehle, laut Bürgermeister, noch der Mietvertrag zwischen dem Betreiber und dem Vermieter. "Soll es so weitergeführt werden wie bisher? Da wurde schon viel Unfug getrieben und es gab auch eine Menge Sachschäden", gab Gemeinderätin Sigrun Klein zu Bedenken. "Die Betreiber werden mit einem Konzept auf uns zukommen", so die Antwort von Schwarzenhofer.

Asphaltfriedhof Mattighofen?

Unter Tagesordnungspunkt vier wurde über die Erstellung eines Bebauungsplanes für die "Franz-Bachleitner-Siedlung" abgestimmt, wo Reihenhäuser entstehen sollten.
Zwar wurde der Antrag einstimmig angenommen, doch blieb eine Diskussion über die "Verbauung" jeglicher Grünflächen in Mattighofen nicht aus: "Wir stoßen mit unseren Straßen und dem Kanal an unsere Grenzen. Der Weitblick fehlt! Mattighofen ist teilweise nicht mehr lebenswert", betonte Vizebürgermeister Günter Sieberer.
Bürgermeister Schwarzenhofer sieht die Schuld dafür beim Land:" Dem Land fehlt der Weitblick. Wir hätten den gehabt. Das Land hat mit falschen Zahlen gerechnet."
"Alles zupflastern geht nicht", kritisierte auch Löffler. Petra Zehentner, der Grünen, sieht in Mattighofen mehr "Potenzial" und schlug unter anderem etwas mehr "Begrünung" durch Bäume und Sträucher vor.

Kein Adventmarkt 2020

Unter "Allfälliges"erkundigte sich Gemeinderat Gerhard Klug am Ende der Sitzung noch nach den Gründen für die Absage des örtlichen Weihnachtsmarktes. Die Entscheidung begründete Bürgermeister Schwarzenhofer mit den geltenden Corona-Regeln. "Dann sind aber auch die Fotos in der Gemeindezeitung grenzwertig. Fotos in der Zeitung ohne Abstand gehen schon? Das passt für mich nicht zusammen", so Klug.

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