Kevin Wagner
"Mein Leben ist ein einziges Abenteuer"

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  • Foto: HSV Red Bull Salzburg Fallschirmsport
  • hochgeladen von Karin Wührer

SALZBURG, MATTIGHOFEN (kw). Die tägliche Dosis Adrenalin holt sich Kevin Wagner aus Mattighofen in seinem Job als Berufssoldat und Leistungssportler beim Bundesheer. Knapp 900 Fallschirmsprünge hat der 30-Jährige bereits absolviert. Im Interview spricht er über seinen Arbeitsalltag, das Gefühl beim Fallschirmspringen und seine Pläne für dieses Jahr.

Kevin, du hast 2010 deinen Grundwehrdienst in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg absolviert. Wann war für dich klar, dass du beim Heer bleibst?
Das Militärische und Taktische hat mich schon als Kind interessiert. Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Ausbildungen beim Bundesheer ist mir die Entscheidung relativ leicht gefallen. Schon von Anfang an war für mich klar, dass ich meinen gelernten Beruf als Werkzeugbautechniker nicht weiter ausüben werde.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Als Berufssoldat dreht sich alles um die militärischen Aufgaben des Bundesheers, wie Grundwehrdiener ausbilden, Assistenz- und Katastropheneinsätze im In- und Ausland, sowie selber Ausbildungen absolvieren. Neben dieser Arbeit bin ich in Zweitfunktion auch als Leistungssportler in der Sportart Fallschirmspringen tätig. Hier geht es hauptsächlich um Trainings und Wettbewerbe. 

Wie läuft das ab?
Sehr unkompliziert. Für die geplanten Trainingswochen und Bewerbe bin ich dem Heeressportzentrum unterstellt und dann in meinem Team unterwegs. Wie bei allen anderen Sportarten nehmen wir bei nationalen und internationalen Bewerben und Meisterschaften teil. Unter der sogenannten CISM (International Military Sports Council) messen wir uns an den besten Teams der Welt. Zu den Disziplinen zählen Zielspringen, Stilspringen und Formationsspringen im 4er-Team während des freien Falls.

Wie hast du dich bei deinem allerersten Sprung gefühlt?
Das war im Frühling 2017. Ich hatte richtig Angst davor, war aber zugleich so scharf darauf endlich aus dem Flugzeug zu springen. In dem Moment, wo die Tür aufging, es laut und windig wurde, habe ich erst gar nicht richtig realisiert, was gerade passiert. Das Gefühl, das man beim Absprung durchlebt ist unbeschreiblich geil - Adrenalin pur. Ich wusste sofort, dass Fallschirmspringen genau mein Ding ist.

Mittlerweile hast du 862 Sprünge hinter dir, bist du überhaupt noch aufgeregt?
Ja, auf jeden Fall - vor allem, wenn ich bei einer Veranstaltung einen Showsprung mache oder etwas Neues oder Spezielles ausprobiere fühle ich mich teilweise so Adrenalingeladen, wie beim ersten Mal. Auch wenn Standardsprünge mehr und mehr zur Routine werden, was aber immer bleibt ist das Glück, das den Körper durchströmt und das Gefühl von Freiheit. Am Boden angekommen fühle ich mich immer wie ein neuer Mensch.

Musstest du schon mal auf den Reserveschirm zurückgreifen?
Bisher musste ich zweimal den Hauptschirm abtrennen und den Reserveschirm ziehen. In diesen Momente kann der Puls schon mal nach oben rasen (lacht). Auch wenn es vielleicht nicht so scheint, so ist das Fallschirmspringen sehr sicher und führt im Vergleich zu anderen Sportarten zu weniger Unfällen. Wichtig ist, dass man nie den Respekt verliert und immer mit voller Konzentration bei der Sache ist.

Seit wann bist du Mitglied beim HSV Red Bull Salzburg?
Nachdem ich meinen Sprungschein erhalten habe, bin ich dem Verein beigetreten - also Mitte 2017. Er ist sozusagen die zivile Komponenten in meinem Leben, wenn es ums Fallschirmspringen geht. Der HSV unterstützt den Leistungssport beim Bundesheer enorm. Ohne diesen Verein und die Unterstützung der Mitglieder wäre ich mit Sicherheit nicht da, wo ich jetzt stehe. Unser Team, das HSV Red Bull AerodynamiX ist dasselbe, wie auch das militärische und dadurch können wir die Trainingspläne im militärischen, als auch im zivilen optimal aufeinander abstimmen.

Du warst im Februar in Doha, Qatar.
Genau. Dort war ein Vorbewerb für die Militär Weltmeisterschaft, die im November dort ausgetragen wird. Eine tolle Möglichkeit, um uns auf die dortigen Verhältnisse einzustimmen und uns optimal auf die Weltmeisterschaft vorbereiten zu können.

Welche Pläne hast du für dieses Jahr?
Für mich stehen mehrere Fortbildungen und Kurse an, die mich auf meine hoffentlich zukünftige Tätigkeit als Trainer Fallschirmsprung im Heeressportzentrum vorbereiten. Mehrere nationale und internationale Bewerbe stehen ebenfalls auf der Agenda. Besonders wichtig für mich und mein Team ist natürlich die Militär-Weltmeisterschaft in Qatar. Dort wollen wir uns mit der Weltelite messen und hoffentlich den Weltmeistertitel zu uns nach Österreich holen.

Wordrap mit Kevin:

Als Kind wollte ich immer: zu einer Spezialeinheit
Mein persönlicher Lieblingsplatz/-ort: ist die Luft
Ich bewundere: Die Menschen, die unwahrscheinliches möglich machen und beweisen, dass alles machbar ist solange man es wirklich will.
Meine größte Leidenschaft: Fallschirmspringen
Meine größte Schwäche: Ich bin ein extremer Sturkopf.
Drei Dinge für die Insel: eine Hängematte, ein Messer und Red Bull
Das größte Abenteuer meines Lebens war: Mein Leben ist ein Abenteuer und ich hoffe es geht noch länger so weiter.
Das letzte Mal Herzklopfen hatte ich: keine Angabe ;-)
Davon träume ich jetzt: einen eigenen Campingbus
Mein Lebensmotto lautet: "Die with memories not with dreams."
Meine letzten Worte sollen sein: Geil wars!


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