Wie umgehen mit Hasspostings?
"Meistens ist viel Neid im Spiel"

Lisa Übelsbacher ist TikTok-Star, Instagirl und hat seit kurzem einen Vblog auf YouTube. Die Braunauerin ist damit immer auch Hasskommentaren ausgesetzt.
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  • Lisa Übelsbacher ist TikTok-Star, Instagirl und hat seit kurzem einen Vblog auf YouTube. Die Braunauerin ist damit immer auch Hasskommentaren ausgesetzt.
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Hass im Netz ist allgegenwärtig. Doch man wird damit nicht alleine gelassen: Influencerin Lisa Übelsbacher und Brigitte Groder vom Jugendservice zeigen, wie man mit Hate Speech umgehen kann. 

BRAUNAU. "Soziale Netzwerke sind überall zugänglich – an der Bushaltestelle, im eigenen Zimmer, in der Schule. Damit gibt es keine 'sicheren Zonen' die vor Cybermobbing und Hasskommentaren schützen", weiß Brigitte Groder vom Jugendservice in Braunau. Eine Studie zeigt, junge Frauen und Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren sind am häufigsten von Hass im Netz betroffen. 

"Influencer sind strohdumm"

Influencerin Lisa Übelsbacher bekommt regelmäßig Hasspostings: "Als ich die eine Million Follower geknackt habe, ging es mit dem Hate los. Es gibt sogar Menschen, die extra Hassvideos über mich machen", erzählt die 18-jährige Braunauerin.

Die Abend-HAK-Schülerin ist ein Social-Media-Star mit 27.000 Abonnenten auf YouTube, einer Million Follower auf TikTok und 81.000 Fans auf Instagram. Unter ihren 52 Millionen Likes befinden sich immer wieder Hasskommentare: "Meistens ist Neid im Spiel. Hater nennen mich strohdumm oder machen meine Arbeit als Influencer schlecht." 

Ihre Methode damit umzugehen ist, die Kommentare zu ignorieren: "Alles was Hater wollen, ist, dass man sich verletzt fühlt. Sie fühlen sich besser, weil sie jemand fertig gemacht haben. Wenn man darauf nicht reagiert, haben sie keine Bestätigung." 

Mit ihrem Vblog #1 landete die Braunauerin Lisa Übelsbacher auf Anhieb auf Platz 1 der YoutTube-Trends.
  • Mit ihrem Vblog #1 landete die Braunauerin Lisa Übelsbacher auf Anhieb auf Platz 1 der YoutTube-Trends.
  • Foto: YoutTube
  • hochgeladen von Petra Höllbacher

Wie kann man sich schützen?

Einen Schutz gegen Hasskommentare gibt es nicht. "Es wird immer Menschen geben, die einen nicht mögen oder anderen etwas nicht gönnen", sagt Übelsbacher. Wer Opfer von Hate Speech wird, sollte den Hater sperren, rät Groder: "Man kann die Kommentare auch beim Betreiber der Seite melden. Hetze, Beleidigungen und Beschimpfungen sind auch online strafbar und können angezeigt werden. Wichtig: Beweise – zum Beispiel durch Screenshots – sichern und das Jugendservice bietet Unterstützung an." 

Auch Eltern können helfen: "Nehmen Sie das Kind ernst und sorgen Sie dafür, dass die Postings gelöscht werden", betont Groder. Man sollte nicht als "Besserwisser" auftreten und kein Handy- oder Internetverbot aussprechen. "Reden Sie mit dem Kind über die Weitergabe von persönlichen Daten im Internet. Und: Mobbing ist strafbar. Machen Sie das dem Täter klar. Bei andauernder Belästigung schalten Sie die Polizei ein."

"Es überwiegt das Positive"

Übelsbachers Strategie gegen Hate Speech: "Ich versuche wenig Angriffsfläche zu bieten: Ich äußere mich selten zu politischen Themen. Ich versuche mich aus Streit und Drama rauszuhalten und akzeptiere fast alle Meinungen. Generell versuche ich, dass sich durch meine Videos niemand angegriffen fühlt – bei mir ist jeder willkommen."

Auch, wenn mit zunehmender Popularität die Hasspostings mehr werden, ist für die Influencerin eines wichtig: "Es überwiegt das Positive – weshalb ich das Negative einfach ignoriere. Auf Hass zu antworten macht das Ganze meist noch schlimmer. Konstruktive Kritik nehme ich mir aber gerne zu Herzen." 

Hilfe finden

Wer von Hass im Netz betroffen ist, kann sich unter jugendservice.at Hilfe holen. zara.or.at bietet Beratungsgespräche an und unter saferinternet.at finden Betroffene diverse Beratungseinrichtungen.

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