"Nicht rein lassen und laut werden!"

Die Täter lassen meist Bargeld und Schmuck mitgehen. Wertgegenstände daher nie offen liegen lassen!
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  • Die Täter lassen meist Bargeld und Schmuck mitgehen. Wertgegenstände daher nie offen liegen lassen!
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  • hochgeladen von Barbara Ebner

BEZIRK (ebba). Plötzlich steht eine fremde Frau mit Kind in der Küche und bittet um ein Glas Wasser. Oder ein Mann, den man noch nie zuvor gesehen hat, gibt vor, ein Paket für den Nachbarn zu haben. Von einem Paketdienstwagen ist jedoch nichts zu sehen.

Alles Situationen, die einen stutzig werden lassen sollten. Und doch geschieht es – momentan im Bezirk Braunau sogar häufiger –, dass sogenannte "Einschleichdiebe" mit ihrer Masche erfolgreich sind. "Vor allem ältere Menschen fallen ihnen zum Opfer", weiß Bezirkspolizeikommandant Martin Pumberger.

Zufällige Opfer

"Meistens sind es Gelegenheitsdiebstähle. Die Täter handeln nach dem Zufallsprinzip. Sie sehen, dass eine Türe offen steht und probieren es halt mal." Eher seltener wird gezielt vorgegangen. "Dann wird etwa vorgegeben, dass man ein Paket für den Nachbarn abzugeben hätte. Der Täter schaut, ob jemand daheim ist. Meist wird im Team gearbeitet. Einer lenkt das Opfer ab, indem er es unter einem Vorwand in ein Gespräch verwickelt, während sich der andere umschaut", erklärt Pumberger.

Aufmerksam sein

Er rät, immer alle Türen und Fenster zu versperren, auch wenn man sich nur unweit im Garten aufhält. "Bei völlig unbekannten Personen, die in der Nähe kein Fahrzeug stehen haben oder mit einem ausländischen Kennzeichen unterwegs sind, sollte man stutzig werden. Auch eine zweite Person in der Nähe, die die Situation beobachtet, deutet darauf hin, dass etwas nicht stimmt", betont der Kommandant.

Laut werden

Verschafft sich eine unbekannte Person einfach Zutritt zum Haus, reagiert man am besten folgendermaßen: "Schimpfen, wegschicken und die Polizei rufen. Auch wenn ein Kind dabei ist. Eine wildfremde Person hat nicht das Recht, einfach hereinzuspazieren." Erwischt man jemanden dabei, wie er eine Schublade durchwühlt, "wird man am besten laut. Solche Täter sind überwiegend Fluchttäter. Nicht tätlich angreifen, jedoch schreien und laut mit Polizei drohen. Im besten Falle werden so auch gleich die Nachbarn aufmerksam!"

Schnell handeln

Danach heißt es, nicht zu lange warten! Sofort die Polizei rufen, im Optimalfall Kennzeichen notieren sowie Farbe, Typ und Fluchtrichtung des Fahrzeuges. Versuchen, sich an Aussehen, Kleidung und besondere Merkmale des Täters zu erinnern. "Vor allem exakte Hinweise und Auffälligkeiten helfen uns in den meisten Fällen sehr weiter."

Immer Türe verschließen

Generell sollten fremde Personen nie zur Türe herein gelassen werden. "Wenn man im Haus etwas holen oder nachschauen muss, die Person nicht unbeobachtet herein, sondern draußen warten lassen. Türe währenddessen versperren, sonst gelangt der Täter in den Vorraum und kann sich bereits umsehen. Das geschieht oft sehr schnell", warnt Pumberger. Wertgegenstände sollten deshalb nie in einer leicht zugänglichen Schublade im Vorraum verwahrt werden. "Da schaut der Täter zuallererst nach!"

Die Täter lassen meist Bargeld und Schmuck mitgehen. Wertgegenstände daher nie offen liegen lassen!
Bezirkspolizeikommandant Martin Pumberger: "Einschleichdiebe kennen alle Tricks der Ablenkung und können dabei richtig frech werden."

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