Nichts Neues beim "Hitlerhaus"

BRAUNAU (ah). Anfang des Jahres 2015 kam Bewegung in die Geschichte rund um das Geburtshaus von Adolf Hitler. Sogar die deutsche BILD-Zeitung titelte damals: "Riesen Ärger um Hitlers Geburtshaus." Das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil" widmete dem Haus in der Salzburger Vorstadt eine mehrseitige Reportage. Die BezirksRundschau Braunau hat damals ausführlich berichtet. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz. Anfang der Siebzigerjahre wurde es von der Republik angemietet. Die Eigentümerin bezieht monatlich eine Miete von 4800 Euro, welche sich die Stadt Braunau und das Innenministerium teilen. "Diese Summe möchte ich weder bestätigen noch dementieren", äußert sich dazu Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums (BMI). Vor einem Jahr wollte das BMI das Haus an andere Ressorts abgeben, fand aber keinen Interessenten. Schließlich stellte das BMI der Eigentümerin ein Kaufangebot. Damals war aus dem Ministerium zu hören: "Kommt keine Einigung zustande, steht eine Enteignung im Raum."

Gespräche laufen
Es hat sich nicht viel weiterbewegt in den letzten zwölf Monaten. "Wir sind mit der Eigentümerin im Gespräch und vorrangig daran interessiert, das Objekt zu kaufen. Wir haben ein Kaufangebot gestellt", äußert sich Grundböck auf Anfrage der BezirksRundschau. Was das Thema Enteignung betrifft, meint er: "Andere Optionen erörtern wir dann, wenn es keine Perspektive gibt." Dem Vorschlag, in dem Gebäude Asylwerber einzuquartieren, erteilt der Ministeriumssprecher eine klare Absage. Unabhängig von der Frage der Zustimmung der Eigentümerin wäre auch der bauliche Zustand dafür aktuell nicht geeignet.

"Keine Wallfahrtsstätte"
Die Stadt Braunau ist Untermieterin des Gebäudes und hat die Räumlichkeiten von 1976 bis 2011 der Lebenshilfe OÖ überlassen. Seither steht das Haus leer. Aus dem Büro von Bürgermeister Johannes Waidbacher heißt es: "Das BMI und die Stadt Braunau arbeiten weiterhin konsequent an einer angemessenen und praktikablen Lösung. Bürgermeister Waidbacher ist zuversichtlich, dass das Bestreben, für das Haus eine angemessene und langfristige Nutzung zu finden, zu einem guten Abschluss gebracht werden kann." Auf keinen Fall dürfe das Haus zur Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige werden.

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