Prostitutionshandel im Innviertel

INNVIERTEL. Das Landeskriminalamt OÖ hat gemeinsam mit der slowakischen Polizei einen Menschenhändlerring ausgehoben. Die Männer sollen bis zu 70 junge Frauen ins Innviertel gelockt und zur Prostitution gezwungen haben.

Die Männer hielten in ihrer Heimat nach hübschen Mädchen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren Ausschau, so Polizeisprecher Adolf Wöss: „Die zwei slowakischen Zuhälter haben junge Mädchen aus der Slowakei angesprochen und ihnen eine gute Arbeit in einer Bar in Österreich versprochen. Die Männerkontakte haben sie dabei verschwiegen.“

Als die Mädchen in Österreich ankamen, soll ihnen teilweise der Pass entzogen worden sein. So hatten sie keine Möglichkeit zu flüchten. Um sie gefügig zu machen, drohten ihnen die Männer, ihren Familien etwas anzutun, sollten sie nicht kooperieren, so Wöss.

Von einem Freier, der sich in eines der Mädchen verliebt hatte, erpressten sie insgesamt 58.000 Euro. Sie drohten dem Mann damit, dass sie die Polin ansonsten weiterverkaufen würden. Daraufhin zahlte der Salzburger den verlangten Geldbetrag an die Zuhälter. Ihr und mehreren anderen Mädchen gelang die Flucht.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der österreichischen und der slowakischen Polizei dürfte der Druck auf die Täter zu groß geworden sein. Sie zogen sich aus dem Rotlichtmilieu zurück.

In einer koordinierten Polizeiaktion Anfang März wurden acht Bandenmitglieder in der Slowakei verhaftet, unter ihnen auch die beiden Männer, die im Innviertel die Bordelle betrieben hatten. Den Verdächtigen werden grenzüberschreitender Prostitutionshandel, schwere Erpressung, Menschenhandel, schwere Nötigung und Freiheitsentziehung zur Last gelegt.

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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