LESERBRIEF
Sollen wir den Glauben an Gesetze verlieren?

Familie Kreilinger aus Mining droht der Abbruch des Eigenheims.
  • Familie Kreilinger aus Mining droht der Abbruch des Eigenheims.
  • Foto: ATV
  • hochgeladen von Barbara Ebner

"Stellen Sie sich vor, sie haben in Oberösterreich vor 1976 ein Haus errichtet. Alle Eingaben an die Gemeinde nach der Bauordnung 1875 wurden ordnungsgemäß erfüllt. Von der Gemeinde bekamen sie die Baubewilligung. Auch die Landesfördermittel sind bewilligt worden (alle Nachweise liegen auf). Komischerweise kann man auf der Gemeinde keine Belege, die über 20 Jahre hinausgehen, mehr finden oder man will sie nicht mehr finden (wo gibt es sowas?). Bei Nachfrage bei einigen Gemeinden wurde mitgeteilt, dass Bauunterlagen teilweise bis über 100 Jahre aufliegen.
Eine alteingesessene Familie aus Mining, die ich zufällig kennenlernte, wurde damit vor einigen Jahren konfrontiert und aufgefordert, ihren „Schwarzbau“ abzureißen, obwohl sie stets nach der Bauordnung 1875 vorgegangen ist. Auf einmal sollte die Bauordnung von 1994 gelten! Es stellt sich daher die Frage, ob alle Bauten in OÖ, welche die Genehmigung vor 1976 erhielten, der Gefahr ausgesetzt sind, sie abreißen zu müssen, wenn die Nachbarschaft nicht mehr so gut funktioniert.
Es kann doch nicht sein, dass gültige Gesetze, auf die man vertraut hat, mit Füßen getreten werden. Weiter kann es nicht sein, dass Unterlagen einfach verschwinden. Bei wem liegt da die Verantwortung?
Die Menschen in OÖ müssen sich auf Gesetze verlassen können. Mit solchen Auslegungen von Gesetzen wollen sie nichts zu tun haben.
Als ehemaliger Gemeinderat (30 Jahre) und jahrelanges Mitglied im Bauausschuss einer Gemeinde im Innviertel kann ich das nicht verstehen und distanziere mich auf das Schärfste von solchen Vorgehensweisen. Es wird Zeit, sich solche Gesetzlosigkeiten nicht mehr gefallen zu lassen und den gerichtlichen Weg einzuschlagen. Wenn es nicht anders geht, sogar bis zum EUGH. Also, Häuslbauer vor 1976, seit vorsichtig!"

Leserbrief von Josef Schlosser sen.,
Eitzing im Bezirk Ried

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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