Mattighofen
Sonderschule erst ab Schuljahr 2020/21 im neuen Gebäude

Heuer besuchten elf Schüler die Sonderschule in Mattighofen. Der Umzug ins neue Schulgebäude (Bild) muss noch warten.
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  • hochgeladen von Barbara Ebner

MATTIGHOFEN (ebba). Die Allgemeine Sonderschule in Mattighofen muss noch ein weiteres Jahr im Provisorium am Stadtplatz 3 verharren. Ein Umzug vor Schulbeginn im September diesen Jahres geht sich nicht mehr aus. Grund: Die Stadtgemeinde wartet nach wie vor auf den Abschluss des Kostendämpfungsverfahrens für den notwendigen Zubau. Der Ball liegt damit beim Land.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und warten nun auf die amtliche Erledigung“, erklärt Mattighofens Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer. „Wir werden jedenfalls zum ehestmöglichen Zeitpunkt anfangen zu bauen. Mit Schuljahr 2020/21 wird die Sonderschule dann auch endlich Platz im neuen Gebäude finden“, so der Bürgermeister.

Der Zubau wird zwischen Volksschule und Stadtsaal errichtet. Vier Klassen für den sonderpädagogischen Unterricht und zwei Freizeitgruppenräume sind vorgesehen und auch genehmigt. Die genauen Kosten für die Erweiterung des Schulkomplex konnte Bürgermeister Schwarzenhofer nicht nennen, „über zwei Millionen Euro sollten wir jedoch nicht kommen.“

Heuer besuchten elf Schüler die Allgemeine Sonderschule in Mattighofen. Das Provisorium, das anfangs bauliche Mängel aufwies, wurde saniert.

Warum es den Zubau braucht

Mit Fertigstellung des Bauprojektes „Volksschule/Allgemeine Sonderschule/Stadtsaal“ im Jahr 2018 hatte plötzlich nur mehr die Volksschule in dem neuen Gebäude Platz. Die Sonderschüler waren gezwungen, bis auf weiteres im Provisorium im alten Stadtamtsgebäude zu bleiben.

Ursachen waren zum einen der Zuzug und die damit stark angestiegenen Schülerzahlen und zum anderen die Installierung einer Nachmittagsbetreuung, für die es schlussendlich weitere Klassenräume benötigte.

Elternvertreter enttäuscht

Die Elternvertreter des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) in Mattighofen, Claudia Schwöllinger und Melanie Mayer, in einer ersten Reaktion: "Wir finden es sehr schade, dass man sich weder von Seiten des Bürgermeisters, noch von Seiten des Landes dazu verpflichtet fühlt, das SPZ über den aktuellen Stand für den Zubau der Volksschule zu informieren. Bei unserer Pressekonferenz 2018 wurde uns das Versprechen gegeben, den neuen Zubau mit Vorzug zu behandeln, damit unsere Kinder zum Schulbeginn September 2019 in die neue Schule übersiedeln können. Nachdem der Bau bis dato noch nicht einmal gestartet hat, wird dies leider wohl nichts werden und rückt das Versprechen der Politiker in weite Ferne. Wir, die Elternschaft und auch die Lehrer des SPZ Mattighofens sind enttäuscht über die langsam mahlenden Mühlen auf Kosten unserer behinderten Kinder. Wir fühlen uns in dem alten Gemeindegebäude vergessen und werden von den Entscheidungsträgern hingehalten. Nach wie vor werden wir zu keiner Veranstaltung der Volksschule eingeladen und es kommt keiner auf die Idee, gemeinsame Projekte zu starten. Auch die klare Kennzeichnung für das SPZ Mattighofen, mittels Hinweisschild ist noch immer nicht angebracht. In Mattighofen sind wir leider sehr weit weg von Inklusion und Integration. Die Realität ist traurig, aber leider wahr."

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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