Vermehrte Radarkontrollen tragen Früchte

Nach Ansuchen der Bürger und für mehr Verkehrssicherheit setzt die Stadtpolizei seit April eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage in ihrem Zivilfahrzeug ein.
  • Nach Ansuchen der Bürger und für mehr Verkehrssicherheit setzt die Stadtpolizei seit April eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage in ihrem Zivilfahrzeug ein.
  • Foto: Stadtamt Braunau
  • hochgeladen von Barbara Ebner

BRAUNAU (ebba). Das so genannte "Biltzerauto" in der Stadt Braunau stieß in der jüngsten Vergangenheit auf viel Kritik. Es würde sich dabei um Abzocke handeln, so ein Vorwurf. Sogar eine Facebook-Gruppe wurde gegründet, die laufend über den aktuellen Standort der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage informiert.

In einer Aussendung wollen Stadtgemeinde und Stadtpolizei nun mit sämtlichen Gerüchten rund um das mobile Radar aufräumen. Es sei eingesetzt worden, um den Wünschen von Anrainern um vermehrte Kontrollen von Geschwindigkeitsbeschränkungen im Ortsgebiet und in 30er-Zonen nachkommen zu können.

Kontrolliert wird zu etwa zwei Drittel in 30er-Zonen und zu einem Drittel auf Gemeindestraßen mit 50 km/h-Beschränkung. "Die Standorte und Zeiten werden nicht willkürlich bestimmt, sondern überwiegend nach den Anliegen der Bevölkerung sowie den Kriterien der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, der Sicherheit für die Anrainer bzw. auch der Lärmbelästigung zu Nachtzeiten ausgewählt", heißt es in der Aussendung.

Bei den Kontrollen werden immer wieder deutliche Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, mit Spitzenwerten wie 89 km/h in 30er-Zonen oder 126 km/h bei erlaubten 50 im Ortsgebiet.

Doch die vermehrten Kontrollen sollen bereits eine positive Wirkung zeigen: Schon jetzt sei festzustellen, dass sich die Geschwindigkeitsübertretungen um etwa die Hälfte reduziert haben. Auch die Bekanntgabe der Standorte durch die Facebook-Gruppe habe vermutlich dazu beigetragen, dass die Geschwindigkeit eingehalten wird. Von der Stadtpolizei gebe es somit auch keine Einwände gegen diese Art der Information.

Der Vorwurf, dass nur Österreicher die Strafe bezahlen müssen, ausländische Temposünder aber nicht, sei falsch. Die Erfassung der Geschwindigkeitsdaten erfolgt in beiden Fahrtrichtungen. Bei deutschen Fahrzeuglenkern, die von der Kamera von vorne abgebildet werden, wird ein Verwaltungsstrafverfahren gemäß dem bilateralen Abkommen mit der Bundesrepubik Deutschland durchgeführt.

In den 30 km/h-Beschränkungen wird erst ab 44 gemessenen km/h Anzeige erstattet. In den Bereichen mit 50 km/h-Beschränkung erfolgt eine Anzeige erst ab 64 gemessenen km/h. Im Mai 2013 kam das mobile Radar 12 Mal an 12 unterschiedlichen Standorten zum Einsatz. Dabei wurden 15.830 Fahrzeuge gemessen. In 690 Fällen, das entspricht vier Prozent der gemessenen Fahrzeuge, kam es zu Anzeigen.

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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