Wenn am Monatsende nichts bleibt

Besonders alleinlebende Pensionistinnen müssen aufgrund ihrer Mindestpension oft mit wenig Geld auskommen.
  • Besonders alleinlebende Pensionistinnen müssen aufgrund ihrer Mindestpension oft mit wenig Geld auskommen.
  • Foto: Wißmann Design
  • hochgeladen von Linda Lenzenweger

MATTIGHOFEN. Anfang 2013 soll in Mattighofen ein Sozialmarkt eröffnen, der erste im Bezirk Braunau. "Im Sozialausschuss beschäftigen wir uns schon länger mit dem Thema Sozialmarkt, jetzt sind wir gemeinsam mit dem Roten Kreuz bereit dazu, dieses Projekt zu verwirklichen", erklärt Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer. "Es ist uns wichtig, unsere bedürftigen Mitbürger zu unterstützen. Denn das Thema Armut betrifft immer mehr Menschen", weiß Schwarzenhofer. Eine Million Menschen gelten in Österreich als armutsgefährdet. Sie haben im Monat weniger als 1031 Euro Haushaltseinkommen zur Verfügung oder verdienen weniger als 884 Euro monatlich. In Oberösterreich leben 120.000 Personen, also knapp mehr als acht Prozent, unter der Armutsgrenze. Am meisten davon betroffen sind Alleinerzieherinnen und allein lebende Pensionistinnen. "Auch in Mattighofen haben wir viele Menschen, die Heizkostenzuschuss beziehen oder von der Mindestpension leben, ihnen kommt der Sozialmarkt zugute", erklärt Schwarzenhofer.
Ein Standort ist derzeit noch nicht fixiert, mögliche Räumlichkeiten wurden aber bereits ins Auge gefasst. Voraussichtlich zwei Mal pro Woche wird es die Möglichkeit zum Einkauf im Sozialmarkt geben. Welche Waren angeboten werden können, hängt von den Spenden umliegender Supermärkte oder Unternehmen ab.
Zum Einkauf berechtigt ist nur, wer einen speziellen Ausweis vorweisen kann (siehe Kasten unten). Doch nicht alle, die einkaufen dürfen, tun dies auch, wie Beispiele aus anderen Sozialmärkten zeigen. "Die Hemmschwelle, hier einzukaufen, ist bei vielen noch zu groß", erzählt Julia Csongrady vom Rieder Sozialmarkt "Gschäftl", der vor knapp zwei Jahren eröffnet wurde.

Zur Sache
Um im Sozialmarkt einkaufen zu können, wird eine Einkaufsberechtigung benötigt. Diese berechtigt ein Jahr zum Einkauf im Sozialmarkt.

Personen mit einer Einkaufsberechtigung können zwei Mal wöchentlich zu einem festgelegten Maximalbetrag einkaufen.

Die Gewährung einer Einkaufsberechtigung erfolgt nach bestimmten Einkommensrichtsätzen, die sich auf das monatliche Nettoeinkommen aller im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen beziehen.

Wie die Einkommensgrenzen für einen Einkauf im Mattighofener Sozialmarkt aussehen und wo eine Einkaufsberechtigung beantragt werden kann, wird in den nächsten Wochen festgelegt. Die BezirksRundschau wird darüber berichten.

Autor:

Linda Lenzenweger aus Braunau

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