"Wir sollten auf Mischwald umsteigen"

Um den Baumbestand zu erhalten, werden jedes Jahr 25.000 Jungbäume gepflanzt.
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  • Um den Baumbestand zu erhalten, werden jedes Jahr 25.000 Jungbäume gepflanzt.
  • Foto: BJA Braunau
  • hochgeladen von Barbara Ebner

BEZIRK (ebba). Unser Wald erzeugt nicht nur das Holz, sondern schützt vor Naturgefahren, beeinflusst Klima und Wasserhaushalt positiv, schenkt uns Erholung und ist Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Bezirk Braunau besteht aus 36.000 Hektar Wald – das sind zirka 34 Prozent der Gesamtfläche des Bezirks. Neben dem Kobernaußerwald gibt es noch den Weilhartsforst, Schacherwald, Gaugshamer Wald und den Lachforst.

Der Kobernaußerwald ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas und besteht vorwiegend aus Nadelhölzern, wobei die Fichte mit zirka 70 Prozent den bedeutend größten Teil einnimmt. Im Bezirk Braunau hat der Kobernaußerwald eine Fläche von rund 7000 Hektar.

Die Österreichischen Bundesforste besitzen 70 Prozent des Waldes im Bezirk, die restlichen 5000 Hektar im Besitz werden von Privatpersonen bewirtschaftet. Der Kobernaußerwald hat eine große wirtschaftliche Bedeutung im Bezirk. Hunderte Menschen finden im Wald direkt oder indirekt ihren Arbeitsplatz. Die Bundesforste schlagen jährlich zirka 60.000 Festmeter. Um den Bestand zu erhalten, werden jedes Jahr 25.000 Jungbäume gepflanzt. Neben der Holzernte wird aus dem Kobernaußerwald auch Erdgas produziert und Erdöl gewonnen.

Seit vergangenem Jahr drehen sich auch fünf Windräder in dem Wald, die eine Stromleistung für nahezu 10.000 Haushalte produzieren. Im Vorfeld des Projektes hagelte es einiges an Kritik. "Unser Lebensraum wird durch Windräder zerstört", meint auch Franz Reinthaler, Referent des Bezirksjagdausschusses Braunau.

Wald bietet Tieren Schutz
"Der Kobernaußerwald ist für viele Tiere ein einzigartiger Lebensraum. Hier haben sie ihre Ruhe. Das Rotwild braucht große Rückzugsflächen, das Auerwild offene Flächen für die Nahrungsaufnahme. All das bietet der Kobernaußerwald", weiß Reinthaler. Manche Tiere fühlen sich sogar so wohl, dass sie mintunter zur Plage werden. "Wir hatten schon große Probleme mit Wildschweinen. Diese Plage haben wir aber vor zwei Jahren wieder in den Griff bekommen", so Reinthaler.

Generell geht es unserem Wald gut. "Momentan haben wir auch keine gröberen Probleme mit dem Borkenkäfer. Im Gegensatz zu 2011, da hatten wir schwere Befälle. Das Eschentriebsterben war die letzten Jahre schon ein Thema", berichtet Peter Kölblinger von der Forstabteilung der Bezirkshauptmannschaft Braunau. Eine große Herausforderung stellt für ihn die Klimaerwärmung dar: "Wir sollten unbedingt auf Mischwald umsteigen und tatsächlich sind wir da in der Umsetzung nicht so schlecht unterwegs."

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