Schalchen
Diese drei wollen Bürgermeister werden

Andreas Schmögl, Kandidat der ÖVP Schalchen
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  • Andreas Schmögl, Kandidat der ÖVP Schalchen
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SCHALCHEN (ebba). Mit dem Rücktritt von Stefan Fuchs (SPÖ) als Bürgermeister von Schalchen ging im Sommer 2019 eine Ära zu Ende. Fuchs stand beinahe 29 Jahre an der Spitze der Gemeinde. Bis zur Neuwahl hat Vizebürgermeister Andreas Stuhlberger die Amtsgeschäfte übernommen.
Am 20. Oktober ist es soweit und die Schalchner wählen einen neuen Bürgermeister. Drei Kandidaten stellen sich der Wahl. Die SPÖ schickt den amtsführenden Vize Andreas Stuhlberger (38) ins Rennen. Für die ÖVP kandidiert der jüngste der drei Kandidaten, Andreas Schmögl (23). Und Markus Klepp (41) kämpft für die FPÖ um den Bürgermeisterstuhl.

Stuhlbergers Vision: Ländlich, aber zukunftsfit

„Ich arbeite gerne mit und für die Menschen aus Schalchen“, sagt SPÖ-Bürgermeisterkandidat Andreas Stuhlberger. Er hat bereits viele Pläne, sollte er die Wahl für sich entscheiden. So sieht er seine Prioritäten im Wohnbau, im Bau einer neuen Volksschule samt Kindergarten und Krabbelstube und in der Absicherung der Wasserversorgung.
Außerdem will er die Gratwanderung zwischen der Erhaltung eines ländlichen Charakters und dem Ausbau Schalchens zum Wirtschaftsstandort schaffen. „Der ländliche Charakter soll erhalten bleiben. Trotzdem sind wir mit den Betrieben fit für die Zukunft.“
In Puncto Umfahrung möchte er, wie sein Vorgänger Fuchs, kämpfen. Er sei jedoch kompromissbereit: „Ich sehe es als meine Aufgabe, die erträglichste Lösung für die Schalchner Bürger zu finden. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Land und mit den anderen Fraktionen ist mir ein Anliegen.“ Für die Wahl schätzt er seine Chancen als sehr gut ein: „Und wenn es zu einer Stichwahl kommt, denke ich, dass ich drin sein werde.“

Schmögl will Netzwerk nutzen

Voller Tatendrang ist auch Jungpolitiker Andreas Schmögl von der ÖVP. Er sieht seine größte Stärke in einem ausgesprochen guten Netzwerk nach Linz und Salzburg. „Was die Gesprächskultur in der Gemeinde betrifft und das Fraktionsdenken, müssen wir eine neue Richtung einschlagen. Es ist besser, gemeinsam Lösungen zu suchen. Wir müssen auch kompromissbereiter werden, was die Zusammenarbeit mit dem Land betrifft. In Sachen Umfahrung möchte ich aber auch Mattighofen dazu einladen, sich einzubringen. Es braucht eine überregionale Lösung, die nicht alleinig zu Lasten von Schalchen gehen darf.“ Schmögl rechnet sich gute Chancen aus, „da ich merke, dass sich die Leute einen neuen Zugang wünschen. Die alten Strukturen gehören aufgebrochen.“

Klepp kämpft gegen „Wirtshauspolitik“

FPÖ-Kandidat Markus Klepp ist es ein Hauptanliegen, „dass diese Wirtshaus- und Hinterzimmerpolitik, wie sie in Schalchen gelebt wird, endlich ein Ende hat. Im Wirtshaus werden da die Geschäfte gemacht und die Anliegen von „Normalbürgern“ werden auf die lange Bank geschoben. Ich würde als Bürgermeister jeden gleich behandeln. Gleiche Priorität der Belange aller Bürger. Und Barrieren abbauen, lösungsorientiert handeln.“
Seiner Ansicht nach liegt in Schalchen einiges im Argen. „Es sollen wieder alle an einem Strang ziehen. Die Blockadepolitik durch Vorgänger Fuchs und Stuhlberger, der diese nun fortsetzt, muss ein Ende haben. Beim Schul- oder Kindergartenbau, immer wenn es um Förderungen geht, stehen wir hintan. Weil die Gesprächsbasis mit dem Land so schlecht ist“, kritisiert Klepp.
Zum Thema Umfahrung meint er: „Eine der ersten Aufgaben des nächsten Bürgermeisters muss sein, eine vernünftige Gesprächsbasis mit dem Land aufzubauen, damit wir geeignete Schutzmaßnahmen für die betroffenen Bürger herausholen können.“
Mit einer Chancen-Einschätzung tut sich Klepp schwer. „Diese Situation hat es seit Jahrzehnten in Schalchen nicht mehr gegeben, dass alle drei Kandidaten neu sind, also noch nie Bürgermeister waren oder sich einer Bürgermeisterwahl gestellt haben. Das Spiel ist offen.“

Zur Sache
Das Wahllokal im Gemeindeamt Schalchen ist am Sonntag, dem 20. Oktober 2019, von 7 bis 14 Uhr geöffnet. Termin für eine allfällige Stichwahl ist der 3. November, 7 bis 14 Uhr.

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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