Gehen oder Bleiben

Veronika Hintermair und Maria Wageneder treten für die Gestaltung des Lebensraumes aus weiblicher Sicht ein.
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  • hochgeladen von Katrin Stockhammer

INNVIERTEL. Sie sind Arbeitnehmerinnen, Partnerinnen, Mütter, Unternehmerinnen, Konsumentinnen oder ein "sozialer Kitt". Junge Frauen sind für das Innviertel in vielerlei Hinsicht von enormer Bedeutung – und doch wandern viele von ihnen ab. "Zwischen 19 und 30 Jahren überlegt sich jede Frau, wo ihr Leben hingehen soll und wohin sie ihren Lebensmittelpunkt verlagern soll. Oft richtet sich diese Entscheidung nach dem Partner oder dem Arbeitsplatz – Gründe, warum viele Frauen von hier wegziehen", erklärt Veronika Hintermair, Grüne Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl im Innviertel. Genau diese Situation, die Abwanderung von Frauen und deren Folgen, wollen die Grünen nun genauer beleuchten: Was veranlasst sie zu gehen, was zu bleiben?

Laut den Grünen sind vor allem eine fehlende Nahversorgung, eine große Entfernung zu Arbeitsplätzen, die Autoabhängigkeit, das Fehlen leistbarer Wohnungen oder die soziale Enge mit Klatsch und Tratsch über emanzipierte Frauen Beweggründe, ihren Heimatort zu verlassen. "Wir brauchen also leistbare Wohnungen, geförderte Wohnbauten, Arbeitsplätze in der Nähe, gute Verkehrsanbindungen, Treffpunkte für junge Leute und Familien, eine gute Kinderbetreuung und vieles mehr, um junge Frauen zum Bleiben zu bewegen", sagt Hintermair.

Auch die Gemeinden selbst leiden unter der Situation, wie Wolfgang Gruber, Grüner Spitzenkandidat für den Bezirk Ried, erklärt: "Durch jede Abwanderung werden die Ertragsanteile der Gemeinde weniger. Jeder Hauptwohnsitz fehlt auch im Budget."

Dieses Thema haben die Grünen nun auch im Regionalmanagement und bei LEADER für die nächste Förderperiode eingebracht.
"Wir müssen adäquate und qualitätsvolle Arbeitsplätze sichern und schaffen, die Chancen für Frauen in technischen Berufen weiter verstärken, Wiedereinsteigerinnen unterstützen und mehr familienfreundliche Unternehmen schaffen", erklärt Landtagsabgeordnete Maria Wageneder. Zudem soll die Kinderbetreuung – vor allem für Kinder unter 3 Jahren und für Schulkinder – sowie der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut werden. "Außerdem brauchen wir mehr Beteiligung der Frauen in Entscheidungsgremien und ein verstärktes Angebot an Freizeitaktivitäten wie Frauen-Treffs oder im Sport-Bereich", so Wageneder.

"Viele werden sagen, das ist ein Wünsch-dir-was-Konzert. Es ist schon klar, dass wir viel fordern, aber irgendwo muss man anfangen", sagt Hintermair.

Veronika Hintermair und Maria Wageneder treten für die Gestaltung des Lebensraumes aus weiblicher Sicht ein.
Wolfgang Gruber, Spitzenkandidat für die Nationalratswahl im Bezirk Ried.

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