Was wird aus dem "Hitlerhaus"?

BRAUNAU. Klar für die Errichtung eines "Hauses der Verantwortung" im Geburtshaus Adolf Hitlers spricht sich die Grüne Menschenrechtssprecherin Maria Buchmayr aus. "Braunau hat natürlich nicht die Verantwortung für den Ausbruch des zweiten Weltkriegs und all die NS-Gräuel. Aber es hat die Verantwortung als Geburtsstadt Hitlers würdevoll mit diesem schweren Erbe umzugehen", so Buchmayr.

Bürgermeister Johannes Waidbacher hingegen will im leer stehenden Haus keine weitere Gedenkstätte. Auch im Rahmen des Agenda-21-Prozesses wolle man sich aber Gedanken über die Verwendung des "Hitlerhauses" machen, hieß es im Stadtamt. Schon vor Jahren hat der Historiker Andreas Maislinger in Braunau sein Konzept für ein "Haus der Verantwortung" präsentiert. Er plant hier keine Gedänkstätte. Das Haus soll eher dem Dialog für eine friedliche Zukunft dienen. "Ich appelliere an den Bund, das Geburtshaus Hitlers zu kaufen und an den Bürgermeister sowie die Landesverantwortlichen das Projekt zu unterstützen", so Buchmayr.

Derzeit befindet sich das "Hitler-Haus" in Privatbesitz. Untermieter ist die Stadtgemeinde Braunau: "Dieses Haus darf keine Wallfahrtsstätte für ewig gestrige werden. Es ist nicht seriös, wenn Personen, Gruppierungen oder Medien den Eindruck erwecken, das Haus würde sich in öffentlicher Hand befinden", so Waidbacher. Er betont, dass Grundlage für alle Überlegungen das gemeinsame Bestreben aller Beteiligten sein müsse, für das Haus eine sinnvolle und zweckmäßige Nachnutzung zu finden. Letztendlich liege diese Entscheidung beim Bundesministerium für Inneres und beim Liegenschaftseigentümer.

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