Nationalratswahl 2019
Zwei Braunauer mit guten Chancen

Gabriele Knauseder, SPÖ
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Für David Stögmüller (Grüne) und Gabriele Knauseder (SPÖ) sieht es gut aus, in den Nationalrat einzuziehen.

INNVIERTEL (wie). Sechs Kandidaten aus dem Wahlkreis Innviertel haben am 29. September Chancen auf ein Nationalratsmandat. Platz eins der ÖVP-Landesliste belegt August Wöginger aus Sigharting im Bezirk Schärding. Sein Platz im Nationalrat ist sicher. Mit Hermann Brückl aus Andorf, der für die FPÖ im Wahlkreis Innviertel auf Platz eins und landesweit auf Platz zwei gelistet ist, stammt ein weiterer fixer Abgeordneter zum Nationalrat aus Schärding.

Die Top-Kandidaten aus dem Bezirk Ried heißen Manfred Hofinger (ÖVP) und Thomas Dim (FPÖ). Manfred Hofinger, Bürgermeister von Lambrechten, ist seit Ende 2013 im Nationalrat und bei der bevorstehenden Wahl sowohl auf der Wahlkreis- als auch auf der Landesliste auf Platz drei zu finden. Hofinger hofft wieder auf eine türkis-blaue Koalition: „In der Koalition mit der SPÖ ist nichts weitergegangen. Mit den Blauen haben wir wichtige Dinge auf den Weg gebracht!“

Thomas Dim von den Freiheitlichen ist im Wahlkreis Innviertel hinter Brückl auf Rang zwei gereiht, auf der Landesliste auf Platz sieben. Der Rieder Vizebürgermeister wurde am 27. Mai in einer Sondersitzung zum Nationalrat angelobt. Er folgte Wolfgang Klinger, der nach dem Rücktritt von Elmar Podgorschek neuer Landesrat wurde. „Nach der Wahl 2017 hatte die FPÖ acht Mandate für Oberösterreich. Mit Platz sieben in den Nationalrat einzuziehen, ist daher nicht unrealistisch. Wir müssten in Oberösterreich ungefähr 20 Prozent der Stimmen erhalten“, so Dim. Sollte es für sieben Mandate nicht reichen, wird Dim aller Voraussicht nach Bundesrat.

Die Grünen schicken Bundesrat David Stögmüller aus Braunau ins Rennen. Er führt die Wahlkreisliste an und belegt auf der Landesliste Rang drei. „Bis auf die vergangene Wahl hatten die Grünen immer drei Mandate. Wir müssen in Oberösterreich etwas mehr als neun Prozent schaffen, dann bin ich drinnen“, so Stögmüller. Im Parlament will er sich für die Themen Demokratie und Kontrolle einsetzen. „Wir haben Skandale en masse und brauchen eine neue Generation der Aufdecker. Daher möchte ich gerne in den Rechungshofausschuss.“

Die Eberschwangerin Christin Meingassner von der SPÖ belegt im Wahlkreis hinter Gabriele Knauseder Platz zwei, ist aber auf der Landesliste auf nicht mehr realistischer Position. Für die Innviertler Spitzenkandidatin Knauseder könnte sich ein Sprung ins Parlament über das Wahlkreismandat ausgehen. „Ich habe bereits 2017 die Liste im Innviertel angeführt. Damals ist es sich knapp nicht ausgegangen“, so Knauseder. Sollte es diesmal klappen, will sich die diplomierte Krankenschwester für Gesundheitsangelegenheiten starkmachen: „Das Thema Hausärzte wird zunehmend ein Problem. Auch im Bereich Pflege gibt es viel zu tun. Weiters liegen mir die Mobilität auf dem Land, die Umwelt und leistbares Wohnen am Herzen!“.

Der Spitzenkandidat der Neos im Wahlkreis heißt Johann Berger. Der Tierarzt aus Mauerkirchen belegt auf der Landesliste Rang 16. Um ein Ticket für den Nationalrat zu bekommen, müsste er in seinem Wahlkreis extrem viele Wähler mobilisieren. „Ich will nicht länger nur kritischer Zuschauer sein, sondern ein aktiver, politisch tätiger Bürger“, so Berger. Sein Ziel ist es, die Region zu stärken, damit junge Leute auf dem Land bleiben.
Platz zwei im Wahlkreis und Platz 18 der Neos-Landesliste belegt der Rieder Günter Kitzmüller. Für einen Einzug in den Nationalrat ist er zu weit hinten gereiht.

Zur Sache:
• Für die Nationalratswahl wird das Bundesgebiet in neun Landes- und 39 Regionalwahlkreise eingeteilt.

• In Oberösterreich gibt es fünf Regionalwahlkreise: Linz und Umgebung (4A), Innviertel (4B), Hausruckviertel (4C), Traunviertel (4D) und Mühlviertel (4E).

• Der Wahlkreis Innviertel umschließt die drei politischen Bezirke Braunau am Inn, Ried sowie Schärding und entspricht damit dem Landtagswahlkreis Innviertel.

• Bei der Nationalratswahl 2017 waren im Wahlkreis Innviertel 167.093 Personen wahlberechtigt. Die ÖVP erreichte 36,2 Prozent, die FPÖ 32,2 Prozent, die SPÖ 20,5 Prozent, NEOS 4 Prozent, die Grünen 2,9 Prozent und die Liste Pilz 2,7 Prozent. Von den zwei vergebenen Grundmandaten entfiel je eines auf ÖVP und FPÖ.

Nationalratswahl 2019: Die Top-Kandidaten der einzelnen Parteien im Wahlkreis Innviertel (Bezirke Braunau, Ried und Schärding).

ÖVP:
1. August Wöginger, SD
2. Andrea Holzner,BR
3. Manfred Hofinger, RI

FPÖ:
1. Hermann Brückl, SD
2. Thomas Dim, RI
3. Wolfgang Pohler, BR

SPÖ:
1. Gabriele Knauseder, BR
2. Christin Meingassner, RI
3. Karl Walch , SD

GRÜNE:
1. David Stögmüller, BR
2. Brigitte Huber-Reiter, RI
3. David Witzeneder, SD

NEOS:
1. Johann Berger, BR
2. Günter KItzmüller, RI
3. Elisabeth Kitzmüller, RI


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