Frau war abgängig
Großangelegte Suchaktion auf Grund einer vermissten Person

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In der Nacht des 30. Novembers wurde die FF Tarsdorf um 02.40 Uhr durch die Exekutive zu einer vermissten Person im Ortsteil Hofstadt alarmiert. Am Wohnhaus der Dame wurde uns durch den Ehemann und der Polizei mitgeteilt, dass die Frau seit Mitternacht abgängig ist, mehr war nicht bekannt.Drei Fahrzeuge suchten sofort den Nahbereich, die Nachbargrundstücke sowie kleine Waldstücke mit dem Fahrzeug und zu Fuß ab. Eine weitere Besatzung fuhr alle Verwandten und Bezugspersonen der Dame ab, um zu überprüfen ob sie sich dort aufhielt. Parallel agierten auch die Polizeihunde. Ein Polizeihubschrauber wurde aus Wien angefordert und konnte ca. eine Stunde später großflächig den Bereich mittels Wärmebildkamera absuchen. Leider waren alle Taktiken vergebens. So rückte ein Teil der Mannschaft wieder ins Feuerwehrhaus ein. Hier war dann auch klar, dass die Suche am Morgen mit mehr Einsatzkräften bei Tageslicht weitergehen musste.

Eine Abordnung der FF Tarsdorf erstellte dazu Kartenmaterial und bereitete die Suchabschnitte vor. Unterstützt wurden sie dabei von der Polizei, dem Abschnittsfeuerwehrkommandaten sowie einem Einsatzleiter des Roten Kreuzes. Um 06.30 Uhr wurden die umliegenden Feuerwehren Ach an der Salzach, Ernsting, Franking, Geretsberg, Haigermoos, Hochburg, Ostermiething, St. Pantaleon, St. Radegund und Trimmelkam zur Mithilfe bei der Suche alarmiert. Im Ortsgebiet von Tarsdorf wurden die anrückenden Fahrzeuge auf dem Parkplatz der örtlichen KFZ-Werkstätte gelotst und die Gruppenkommandaten wurden gebeten, ins Feuerwehrhaus zu einer Lagebesprechung einzurücken. Mit Anbruch des Tageslichtes startete der Konvoi mit über 20 Feuerwehrfahrzeugen in Richtung Hofstadt. Aufgeteilt in zwei Gruppen begann somit gleich die erste Suchkette im Wald vom Huckingersee weg. Am Grünschnittsammelplatz der Gemeinde Tarsdorf wurde ein zentraler Einsatzleit- und Ausgangspunkt aufgebaut. Die Kommandofahrzeuge der Feuerwehren Geretsberg und Tarsdorf stellten dafür den technischen Grundstock bereit. In der Zwischenzeit trafen auch die Suchhunde des Roten Kreuzes ein. Diese kamen nicht nur aus der Umgebung, sondern reisten auch aus dem Mühlviertel an. Als zweite Station wurde der sogenannte "Filz" durchsucht, ein Waldstück mit Moorgebiet aus dem früher Torf gestochen wurde. Die Durchquerung endete schließlich im Ortsteil Fucking (ab 2021 Fugging). Von dort ging es über ein anderes Waldstück mittels einer Suchkette zurück in die Hofstadt.

Zur Mittagszeit endete der Dienst für die erste Mannschaft. 11 weitere Feuerwehren Gilgenberg, Handenberg, Überackern, Eggelsberg, Hackenbuch, Ibm, Moosdorf alle aus dem Bezirk Braunau sowie die Feuerwehren Lamprechtshausen, Bürmoos, Oberndorf, Eching und Holzhausen aus dem Salzburger Flachgau wurden zur Ablöse der seit dem Morgen im Einsatz befindlichen Kameraden nachalarmiert. Kurz nach dem Eintreffen dieser, konnte jedoch ein Erfolg in der Suche vermeldet werden. Der Einsatz wurde kurze Zeit darauf auch beendet.

Im Einsatz standen so insgesamt 23 Feuerwehren aus den Bezirken Braunau und Salzburg-Umgebung, die Polizei, das Rote Kreuz, die Suchhundestaffeln, die österreichische Rettungshundebrigade, sowie andere noch zum Einsatz gehörende Personen. In Summe waren hier ca. 250 Einsatzkräfte vertreten.

Wir möchten uns nochmals herzlich bei allen die uns hier in welcher Art auch immer unterstützt haben BEDANKEN. Es ist nicht selbstverständlich, dass an einem Montagmorgen so viele Personen sich kurzfristig ihren ersparten und wohlverdienten Urlaub nahmen, um an der Suchaktion mitzuhelfen. Es ist gut zu wissen, und es hat sich auch wieder gezeigt, dass wir so gute verlässliche Feuerwehrkameraden aus den Nachbargemeinden, ein hervorragendes Team des Roten Kreuzes vom Rettungsdienst über die Einsatzleitung bis zu den Suchhunden und auch eine gute Zusammenarbeit mit der Exekutive haben, auf die man sich verlassen kann!!! DANKE!

Wir möchten ebenso auf Grund der aktuellen Situation anmerken, dass hier strikt alle Corona Regeln eingehalten wurden. Von den Einsatzkräften wurde jederzeit der Mund-Nasenschutz getragen und an der Einsatzstelle sowie in den Fahrzeugen war ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden. Vereinzelt durfte die Maske in den Suchketten entfernt werden, da hier zwischen den Personen ein Mindestabstand von 10 bis 15 Metern an der frischen Luft war.

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