Schneegatterns Schlittenhundeführerin
"Je schlechter das Wetter, desto mehr Spaß"

Ninja Habietinek mit ihren Samojeden.
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SCHNEEGATTERN (höll). Wer an Schlittenhunde denkt, dem kommt gleich an den Norden Europas und an Huskys. Aber: Die Wintersportart liegt näher als man denkt. Im Innviertel gibt es einige, wenige Schlittenhundesportler. Zwei davon sind Ninja Habietinek (37) und Harald Wörndl (43) aus Schneegattern.

BezirksRundschau: Wie sind Sie beide zu diesem außergewöhnlichen Sport gekommen?
Habietinek: "Wir beide haben uns schon als Kinder - unabhängig voneinander - einen Schlittenhund gewünscht. 2014 haben wir durch Zufall von der Rasse der Samojeden erfahren. Wir waren uns sofort einig, dass dies die perfekten Hunde für uns sind: eine nordische Schlittenhunderasse und der ideale Familienhund."

Warum eignen sich Samojeden so gut als Schlittenhunde?
Wörndl: "Samojeden sind Allrounder. Sie sind arbeitsfreudig und sehr intelligent, außerdem haben sie eine große Ausdauer und einen enormen Bewgungsdrang." 
Habietinek: "Wir haben mittlerweile ein richtiges Rudel: Blizzard war der erste, dann kam Anniina dazu. Die beiden lieben es, gemeinsam mit uns sportlich aktiv zu sein. Mit Ronja und ihrer Tochter Belle ist unser Rudel nun komplett." 

Wie sieht das Training mit Ihren Hunden aus?
Habietinek:
"Sobald die Temperaturen auf unter 15 Grad sinken, versuchen wir dreimal die Woche unterwegs zu sein. Trainingswege finden wir zum Glück direkt vor der Haustür. Wir sind derzeit vorwiegend mit dem Rad unterwegs, haben uns aber einen Hobbyschlitten zugelegt. Sobald es das Wetter zulässt, werden wir damit Trainieren." 

Welches Wetter wäre denn ideal?
Habietinek: "Je schlechter das Wetter und je kälter es ist, desto eher sind wir unterwegs, desto motivierter sind die Hunde. Meistens ist unser ideales Trainingswetter jenes, wo sonst kein  Mensch draußen ist. Und das ist dann etwas ganz besonderes: Wenn man an einem Wintersonntag bei eisigem Schneesturm das Gefühl hat, die Landschaft für sich ganz alleine zu haben. Im Sommer haben die Hunde Urlaub."

Neben Sie auch an Rennen teil und waren Sie erfolgreich? 
Wörndl: "Aktuell nur an Hobbyrennen. Und ja: Wir haben auch zwei Stockerlplätze eingefahren. Liegt kein Schnee, dann werden die Rennen mit dem Rad bestritten. Lässt es das Wetter zu, dann steigt man um auf Lanlaufski, Pulka oder Schlitten." 

Gibt es eine große Schlittenhunde Gemeinschaft in der Region?
Habietinek:
 "Leider überhaupt nicht. Wir wissen nur von einem weiteren Musher im Bezirk Braunau und zwei im Bezirk Ried. Es kann trotzdem vorkommen, dass man sich plötzlich im Kobernauer Wald beim Training trifft." 

Sie haben eine dreijährige Tochter: Fährt Valentina im Schlitten mit?
Habietinek: "Sie kennt das von Anfang an. Wir haben sie im Radanhänger oder im Schlitten beim Training dabei. Anniina ist zukünftig Valentinas Schlittenhund. Die beiden sind ein Herz und eine Seele." 

Vielen Dank für das Interview!

Fotos: privat/Alex Wagner

Autor:

Petra Höllbacher aus Braunau

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