Behandlung deutscher Patienten eingestellt

- Simbach
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SIMBACH, BRAUNAU (ebba). Die innere Medizin an der Rottal-Inn-Klinik Simbach wird vom Braunauer St.-Josef-Spital betrieben. Seit heute, 1. Dezember, können Patienten aus Deutschland nicht mehr am Standort Simbach behandelt werden. Laut Wolfgang Marschall, Spitalssprecher in Braunau, gibt es dafür zwei Gründe: Es handelt sich zum einen um eine Vorgabe des Landes Oberösterreich. Wir wurden angehalten, die stationäre Versorgung deutscher Patienten in Simbach umgehend einzustellen. Grund dafür ist die bevorstehende Schließung der inneren Abteilung im Zuge der Spitalsreform. Das St. Josefs muss die Abteilung für innere Medizin an den Standort Braunau zurückholen. Die Rückübersiedlung soll nächstes Jahr erfolgen. Der genaue Zeitpunkt wird davon abhängen, wann die räumlichen Voraussetzungen dazu gegeben sind, heißt es in einer Stellungnahme des Landes.
Ein weiterer Grund für die Beendigung der Versorgung deutscher Patienten sei laut Marschall die strategische Neuausrichtung der Rottal-Inn-Kliniken. Diese haben 2010 ihre eigene innere Abteilung aus Simbach abgezogen.
Notfallversorgung im Krankenhaus Braunau bleibt bestehen
Laut Robert Riefenstahl, Geschäftsführer der Rottal-Inn-Kliniken, waren in der inneren Medizin in Simbach zuletzt zwischen 12 und 13 deutsche Patienten in Behandlung. Im Zuge unserer Neuausrichtung soll Simbach in erster Linie Fachklinik für Psychosomatik sein. Die innere Medizin konzentriert sich auf den Klinikstandort Eggenfelden. Deutsche Patienten werden ab sofort an den Rottal-Inn-Kliniken Eggenfelden und Pfarrkirchen versorgt. Kommt es zu einem Notfall, kann wie bisher auch weiterhin ins Krankenhaus nach Braunau gefahren werden. Die Notfallversorgung bleibt bestehen, jedoch nur in Braunau, erklärt Spitalssprecher Marschall.
Das Land Oberösterreich dementiert: Die Einstellung der Behandlung deutscher Patienten auf der Inneren Medizin am Standort Simbach hat nichts mit den Maßnahmen der oberösterreichischen Spitalsreform zu tun. Die momentane reguläre Behandlung deutscher Patienten im Krankenhaus Braunau am Standort Simbach erfolgt nicht in Übereinstimmung mit den zwischenstaatlichen Regelungen über die Behandlung ausländischer Gastpatienten. Ein oberösterreichisches Krankenhaus soll in erster Linie für die Patienten aus dem eigenen Land da sein. Aus diesem Grund wurde das Krankenhaus aufgefordert, die Behandlungen einzustellen, heißt es in einer Stellungnahme von Andrea Strasser, Pressesprecherin von Landeshauptmann Josef Pühringer.
Riefenstahl sieht für die deutschen Patienten keine Engpässe in der medizinischen Versorgung: Es gibt ein Netz an niedergelassenen Ärzten. Simbach bleibt Notarzt-Standort und die Rettungswache des bayerischen Roten Kreuzes ist ebenfalls weiterhin präsent.







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