Frauen in der Werkstatt
Die Autoschrauberin aus Treubach

Kristina Katzlberger hat fast 100 Bewerbungen geschrieben, bevor die sie eine Lehrstelle als Mechanikerin gefunden hat.
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  • Kristina Katzlberger hat fast 100 Bewerbungen geschrieben, bevor die sie eine Lehrstelle als Mechanikerin gefunden hat.
  • Foto: Höllbacher
  • hochgeladen von Petra Höllbacher

Frauen in der Werkstatt sind immer noch eine Seltenheit – nicht zuletzt deshalb, weil sie oft nicht die Chance dazu bekommen. Die Treubacherin Kristina Katzlberger hat hart für ihren Berufswunsch Mechanikerin zu werden gekämpft.

TREUBACH/RANSHOFEN. Selbst im Jahr 2020 gibt es noch Branchen, in denen kaum Frauen zu finden sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Besonders bedauerlich ist es, wenn es allein an der Infrastruktur scheitert. 

Seit ihrer Kindheit weiß Kristina Katzlberger was sie werden will: Mechanikerin. Die Treubacherin hat schon früh mit ihrem Vater an Autos geschraubt. Gute Noten, geschickte Hände und technisches Interesse – die heute 18-Jährige bringt alles mit, was es für den Job braucht. Doch 100 Bewerbungen später kam dann die Ernüchterung: "Es ist fast schon diskriminierend, wenn man alleine wegen der WC-Situation Absagen bekommt", erzählt Katzlberger. 

"Die Betriebe dachten, sie müssen jetzt ein extra Klo einbauen, wenn ein Mädchen in der Werkstatt mitarbeitet. Da hatte ich viel Aufklärungsarbeit zu leisten – denn diese Annahme ist falsch. Wenn die Toilette absperrbar ist, reicht das vollkommen aus", erklärt Mama Eva. Sie hat den Berufswunsch ihrer Tochter immer unterstützt. 

Über mehrere Umwege kam Kristina Katzlberger am Ende doch noch an einen Ausbildungsplatz: "Nach einem Praktikum im Autohaus Forster in Ranshofen wurde ich dort auch übernommen. Das freut mich extrem. Ich bin superhappy hier und liebe was ich tue." 

Die Treubacherin ist mittlerweile im dritten Lehrjahr und voll integriert in den Werkstattalltag: "Klar gibt es Arbeiten, die ich nicht so gerne mache: Ums Reifenwechseln reisst sich niemand so recht. Aber die Arbeit direkt am Fahrzeug taugt mir sehr." Und Seniorchef Johann Forster versichert: "Sie ist sehr geschickt und fleissig. Heutzutage ist es schwer gute Lehrlinge zu bekommen. Wir sind sehr froh, dass wir sie haben."


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