Ensio-Technik für Bio-Bauern
Hightech-Landwirtschaft dank Braunauer Startup

Die meisten Unkräuter sind nach dem Hackgang mit dem kameragesteuerten Ensio-System herausgerissen – das Getreide bleibt unbeschädigt.
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  • Die meisten Unkräuter sind nach dem Hackgang mit dem kameragesteuerten Ensio-System herausgerissen – das Getreide bleibt unbeschädigt.
  • Foto: Ensio
  • hochgeladen von Petra Höllbacher

Die Hacktechnik erlebt eine Renaissance. Weniger Ernteverlust verspricht dabei das Startup des Braunauers Michael Mayr. 

BRAUNAU. Biolebensmittel sind im Trend – Spritzmittel verpönt. Deshalb setzen Bauern auch vermehrt Hacktechnik zur Unkrautbekämpfung auf ihren Feldern ein. Um Zeit zu sparen und die Kulturpflanzen nicht zu beschädigen, hat der 26-jährige Michael Mayr ein technisches Hilfsmittel für die Landwirte entwickelt. 

Exaktes und schnelles Hacken

Die Okio-Kamerasteuerung erkennt die Pflanzenreihen und hilft dem Landwirt, exakter und wesentlich schneller das Feld zu behacken. "Wir erstellen hier in Braunau die Soft- und Hardware. Die Mechanik kommt von unserem Partner Schmotzer in Deutschland", erklärt Mayr. 

Software made in Braunau

Vier Mitarbeiter sind heute - eineinhalb Jahre nach Firmengründung - beim Braunauer Startup Ensio im Techno-Z beschäftigt. Seine Entwicklerkarriere gestartet hat der HTL-Absolvent allerdings mit etwas ganz anderem: "Ich habe während meines Studiums bereits an der Kamerasteuerung für Indoor-Golfanlagen gefeilt. Dieses System wird heute noch von den Golfpros Österreichs zum training verwendet", freut sich der 26-jährige Gründer. 

Vom Golfsimulator zur Landwirtschaftssoftware

Über einen ehemaligen Schulkollegen ist er dann auf die Idee zum Okio-System gekommen. Mittlerweile wird Okio auf den Feldern von Kanada bis Russland verwendet. "Die Nachfrage ist riesig – gerade in Deutschland, wo das Hacken deutlich häufiger zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird, als in Österreich." 

Mayr ist nun dabei Okio noch benutzerfreundlicher zu gestalten. So ist es auch möglich immer neue Kulturen für die Bauern bereitzustellen: "Der Landwirt kann mit dem System selbst ein Video aufzeichnen und per Internet an uns schicken. Wir erstellen dann die zur Kulturart passende Vorlage." Gut 15.000 Euro kostet das System aus Hard- und Software.

Fotos: Ensio

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