17.11.2016, 09:35 Uhr

Die stillen Helden in der "Stillen Nacht"

Im Seniorenheim Braunau wird das Fest der Liebe gemeinsam mit den Bewohnern in familiärem Ambiente gefeiert. (Foto: Seniorenheim Braunau)
Weihnachten ist das Fest der Familie. Aber nicht alle im Bezirk verbringen den Tag bei ihren Liebsten.

BEZIRK (tazo). Heilig Abend ist ein Fest der Familie, der Ruhe und Besinnlichkeit. Doch viele können diesen besonderen Tag nicht im Kreise ihrer Liebsten verbringen. Während im Bezirk Weihnachten gefeiert wird, gibt es Menschen, die einsam darüber wachen, dass der Heilige Abend ruhig und sicher verläuft. Sie sind die stillen Helden der stillen Nacht. "Die Mitarbeiter feiern diesen besonderen Tag im Jahr gemeinsam mit den Bewohnern - und das ausgiebig. Bereits für den Vormittag hat die Pfadfindergruppe aus Braunau ihren Besuch im Heim angekündigt. Das ist bereits eine liebgewordene Tradition und sie kommen nicht alleine. Ganz vorsichtig tragen sie das Friedenslicht. Es wird für kurze Zeit ganz still – wir sind bereit für das Christkind. Erinnerungen an die Kinder oder Enkel werden wach. Wir möchten unseren Bewohnern damit ein familiäres Gefühl vermitteln und genau das gilt auch für unsere Mitarbeiter, die sich an diesem Tag die Zeit nehmen um für sie da zu sein", erzählt Elfriede Probst, Heimleiterin im Seniorenheim Braunau.

Ganz anders begeht man den Heiligen Abend auf der Dienststelle des Roten Kreuz in Altheim. Wo es geht, versuchen auch hier die Mitarbeiter ein wenig weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Für Matthias Wurhofer, Dienstführender Sanitäter, lässt sich der Weihnachtsdienst durchaus auch mit der Familie vereinbaren. "In meiner Familie passen wir den Weihnachtsabend an den Dienst an. Ehrenamtliche Mitarbeiter entscheiden sich selbst zu ihren Diensten. Unter den Hauptamtlichen Mitarbeitern und den Zivildienern wird abgesprochen wer den Dienst übernehmen möchte - auf Kollegen mit Kindern wird hier besonders Rücksicht genommen. Es sind meist ruhige Dienste. Der Weihnachtsabend lässt sich somit auf der Dienststelle ähnlich gestalten wie Zuhause. Man bringt Kekse mit, kocht sich alkoholfreien Punsch oder Tee und schaut ´Kevin, allein zu Haus`. Auch für weihnachtliche Dekoration ist gesorgt."

Bei Verkehrsunfällen, Familienstreitigkeiten oder Strafrechtsdelikten sind auch sie stets zur Stelle - die Polizisten. Gerade zur stillsten Zeit des Jahres ist man besonders froh wenn jemand da ist der sich seinem Anliegen, trotz des Festes, in kompetenter Art und Weise annimmt. "Wenn der Dienst und die Bevölkerung es aber zulassen, setzen sich auch die diensthabenden Kollegen zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen. Es kehrt auch bei uns eine entsprechende Besinnlichkeit ein und der eine oder andere Gedanke ist sicherlich bei den Liebsten zu Hause", erzählt Ludwig Heise, Chefinspektor der Polizeiinspektion Braunau.

Um die Weihnachtszeit herum sind die Menschen anders - sensibler, man denkt über vieles nach. Für Elfriede Probst sind die stillen Helden nicht nur in der stillen Nacht die unermüdlichen Helfer im Einsatz: "Sie sind diejenigen, die da sind wenn Hilfe benötigt wird. Diese Menschen sollten nicht nur zu Weihnachten vor den Vorhang geholt werden - ihnen gehört die Bühne.
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