13.08.2016, 14:54 Uhr

Uganda – eine Erfahrung der besonderen Art

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler der HTL Braunau war im Rahmen der Schulpartnerschaft mit der Brother Konrad School in Lira/Uganda ein Monat in Uganda. Sie haben dort Projekte realisiert, Freundschaften geschlossen und die Schönheiten des afrikanischen Landes kennengelernt.

Über ein Jahr lang haben sich insgesamt 13 Personen auf ihre Exkursion nach Uganda, zur Brother Konrad School in Lira/Uganda, der Partnerschule der HTL Braunau, vorbereitet. Sie haben sich mit der Literatur und Kultur Afrikas bzw. Ugandas auseinandergesetzt, haben sich mit Umgangsregeln für ein tropisches Land vertraut gemacht und haben sich mit dem Thema Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt. Unter Leitung von Walter Plank und Bruno Plunger sind sie dann am Mittwoch, 22. Juni zu ihrer Reise nach Uganda aufgebrochen. Sie wurden in der Partnerschule sehr, sehr herzlich willkommen geheißen und haben dann bis zu ihrer Rückkunft am 22. Juli Land und Leute kennen- und schätzen gelernt. Ein wesentlicher Bestandteil ihres Aufenthaltes war die Arbeit an Projekten gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler der Partnerschule. So wurde eine 5KW Fotovoltaik-Anlage mit Zubehör installiert und in Betrieb genommen, wobei der gesamte Technikraum mit Wechselrichter, Batterien und Steuerung entsprechend hergerichtet wurde. Zusätzlich wurden Beleuchtungskörper in der Schule angebracht und angeschlossen und Möglichkeiten zur Ladung von Handys geschaffen. In einem weiteren Projekt wurden im Garten einerseits Hochbeete zum Ziehen von Saatgut geschaffen und andererseits Anbaufläche entsprechend vorbereitet. Entstanden sind auch eine Werkbank und gleichzeitig wurden Messeinrichtungen zur Windmessung installiert, da bei günstigen Bedingungen eventuell ein Windkraftwerk in den nächsten Jahren errichtet werden könnte. Zusätzlich gab es noch einen Computerkurs und wurde eine Internetanbindung mittels Richtfunk realisiert. „Wir haben in gemischten Projektteams zusammengearbeitet und uns dadurch auch ganz gut kennengelernt. Ich denke, dass die Projekte wirklich eine gute Unterstützung für unsere Freunde in Uganda darstellen, da sie, was die Ausstattung der Schule anbelangt, wirklich großen Nachholbedarf haben“, erzählt ein Exkursionsteilnehmer.

Die Gäste aus Braunau waren direkt in der Schule untergebracht. Die Wochenenden durften sie dann bei ihren Projektpartnern zu Hause verbringen. „Ich war am Anfang etwas unsicher, was den Aufenthalt in der Gastfamilie angelangt, aber es war ganz toll wie offen und herzlich ich aufgenommen wurde“, erzählt eine Schülerin, die darauf verweist, dass gerade durch die Tage bei der Gastfamilie ein besonderer Einblick in das Leben in Uganda möglich war. Die gemeinsame Freizeit wurde auch durch verschiedene Aktivitäten bereichert – so gab es verschiedene Faußballmatches zwischen den Nationen oder bekamen die HTLer/innen eine erste Einführung in afrikanische Tänze. Besonderes Interesse haben auch die Besuche am Markt geweckt – hier gab es die unterschiedlichsten Eindrücke zu erleben. „Sehr gefallen hat mir die Ausdrucksfähigkeit in Uganda. Einige Frauen haben mich eingeladen mit ihnen zu tanzen und so habe ich dann beim Sonntagsgottesdienst mit ihnen mitgemacht“, erzählt eine Schülerin, die auf den hohen Stellenwert von Religion im Denken und Handeln der Menschen in Uganda hinweist.

Ein besonderes Highlight der Reise war der Besuch in einem Nationalpark. Der Murchison-Falls-Nationalpark hat seinen Namen vom Murchison Wasserfall, bei dem der Viktoria-Nil, der zum Weißen Nil gehört, über 43 Meter in die Tiefe stürzt. Bekannt ist der Park auch für seine Fauna – so gibt es dort Elefanten, Giraffen, Löwen, Büffel und verschiedene Antilopenarten zu sehen. Am Nil gibt es Nilkrokodile und Flusspferde zu bewundern. „Ich war vom Nationalpark sehr beeindruckt. Die Fahrt am Nil zum Wasserfall, aber auch die vielen Tiere, die man sonst nur aus Filmen kennt, haben mir sehr gefallen“, so ein Schüler über diese „Safari“ in den Nationalpark.

Walter Plank, der die Schulpartnerschaft mit der Brother Konrad School initiiert hat und der schon mehrere Male in Uganda war, sowie Bruno Plunger, der der Gründer und Motor der Schulpartnerschaft mit Nicaragua ist, ziehen eine positive Bilanz der Exkursion: „Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus Uganda hat sehr gut geklappt. Gerade im Bereich der Projekte haben wir das, was wir uns vorgenommen haben, gut realisiert. Eine besondere Hilfe war uns dabei Walter Hirschmann, der Schulwart der HTL Braunau, der als Elektrikermeister sein praktisches Fachwissen sehr kompetent eingebracht hat. Ein paar kleinere Verdauungsprobleme und einige Sonnenstiche hat es gegeben, im Großen und Ganzen hat unsere erste Ugandaexkursion aber hervorragend geklappt. Im Herbst 2017 werden höchstwahrscheinlich zwei Zivildiener aus dem HTL-Umfeld in die Brother Konrad School gehen und für 2018 ist wieder eine Exkursion geplant. Insgesamt haben sich die Teilnehmerinnen und die Teilnehmer an der Exkursion sehr positiv über die vier Wochen geäußert. Wir werden auch eine Reihe von Projekten mit Uganda in Angriff nehmen und freuen uns schon auf die weitere Zusammenarbeit.“
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