07.06.2017, 08:36 Uhr

"Alle Hände voll zu tun"

Welche Aufgaben muss eigentlich eine Anlagenabteilung bewältigen? Infos dazu gibt es hier.

BRAUNAU (penz). Angela Stoffner schaukelt gemeinsam mit ihren 21 Mitarbeitern die Anlagenabteilung in der Bezirkshauptmannschaft Braunau. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen neben dem Gewerbe- und Wasserrecht auch der Naturschutz und das Forstrecht. "Vordergründig befassen wir uns mit dem Genehmigen von Anlagen. Sei es nun eine Wasserkläranlage, ein neuer Schmelzofen oder eine Imbissbude. Grundsätzlich müssen wir dabei den Naturschutz aufrechterhalten. Wir sorgen dafür, dass Eingriffe in den Naturhaushalt so minimal wie möglich gehalten werden und achten auf den Interessenausgeleich zwischen Unternehmern und Nachbarn", erklärt Stoffner ihren Tätigkeitsbereich. Weiters: "Wir sind an strikte Auflagen gebunden und bitten daher um Verständnis. Wir sind nach außen oft der Buhmann. Aber nicht wir sind verantwortlich für die Überbürokratisierung. Wir müssen sie nur ausführen." Im Randbereich kümmert sich das Team von Angela Stoffner auch um das Jagdwesen und die Fischerei. So müssen Jäger und Fischer den entsprechenden Schein vorweisen und bestimmte Schonzeiten einhalten. Ansonsten drohen Strafen. Will man im Bezirk einen Steg in einen See bauen, braucht es dazu eine Genehmigung der Anlagenabteilung. Auch das Roden des Waldes muss erst abgesegnet werden. Da das Orts- und Landschaftsbild nicht gestört werden soll, ist auch der "Müll" ein Thema. "Es gibt hohe Mindeststrafen für öffentliche Verschmutzung." Stoffner erwähnt etwa, dass ein weggeworfenes Plastiksackerl schon eine Strafe von mindestens 450 Euro nach sich zieht.

Profis am Werk

"Mehr als 7.000 Gewerbeberechtigte mit über 40.000 Arbeitsplätzen sind im Bezirk gemeldet. Alle unsere Betriebe schaffen Arbeitsplätze, sorgen damit für Lebensqualität und zahlen Steuern", sagt Bezirkshauptmann Georg Wojak, "Mit den Juristen Stoffner, Gotthalmseder und Schwarzmayr samt Bearbeitern und Sekretären kümmern sich fachkundige Profis um die Anliegen der heimischen Wirtschaft."
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