30.06.2017, 10:30 Uhr

Bislang zwei Verkehrstote im Bezirk Braunau

(Foto: M. Rosenwirth/Fotolia)
OÖ, BEZIRK. In Oberösterreich ist heuer die Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr um sechs auf 37 zurückgegangen, informiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Nur in Steyr gab es keinen tödlichen Verkehrsunfall, die meisten Todesopfer waren im Bezirk Linz-Land zu beklagen. Im Bezirk Braunau gab es bislang zwei Verkehrstote. Neben verstärkten Maßnahmen gegen die Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle – zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit – sind auch präventive Maßnahmen, wie mehr Discobusse und mehr Verkehrsberuhigung in den Gemeinden nötig, betont der VCÖ.

Neben 37 Toten gab es im ersten Halbjahr 2017 rund 3.000 Verletzte im oö. Straßenverkehr.

Um die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu verringern, gilt es laut VCÖ bei den Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit anzusetzen. Etwa durch verstärkte Kontrollen, der Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem sowie mehr Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet.

Positiv sieht der VCÖ die Ausweitung der Probezeit beim Probeführerschein auf drei Jahre ab 1. Juli. Während des Probeführerscheins gilt die 0,1 Promillegrenze. Bei schweren Verkehrsstrafdelikten wird eine Nachschulung angeordnet und die Probezeit um ein Jahr verlängert. In den Deliktkatalog wird nun neu auch die Missachtung des Handyverbots aufgenommen. Wenn in den ersten drei Jahre des Autofahrens "Don't drink and drive" und "Don't phone and drive" einzuhalten sind, dann ist die Chance hoch, dass diese beiden Prinzipien auch danach beherzigt werden, so der VCÖ.

Wichtig für die Verkehrssicherheit von Jugendlichen ist auch, dass es mehr Discobusse und Anrufsammeltaxis gibt. Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Discobussen und Anrufsammeltaxis zweckgewidmet wird. "Auch für alle anderen Altersgruppen sind Bahn und Bus um ein Vielfaches sicherer als das Auto. Mit dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrsangebots kann die Zahl der Verkehrsunfälle reduziert werden", erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

In den Gemeinden und Städten kann durch Verkehrsberuhigung sowie einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung die Zahl der Verkehrsunfälle reduziert werden.

Österreichweit kamen seit Jahresanfang nach vorläufigen Zahlen 172 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, die meisten in Niederösterreich mit 47, informiert der VCÖ. Oberösterreich weist die zweithöchste Opferzahl auf.

Anzahl Verkehrstote im 1. Halbjahr 2017:

Bezirk Linz-Land: 6
Bezirk Grieskirchen: 4
Bezirk Kirchdorf: 3
Bezirk Ried: 3
Bezirk Braunau: 2
Bezirk Perg: 2
Bezirk Rohrbach: 2
Bezirk Steyr-Land: 2
Bezirk Urfahr-Umgebung: 2
Bezirk Wels-Land: 2

Linz: 2
Wels: 2

Bezirk Eferding: 1
Bezirk Freistadt: 1
Bezirk Gmunden: 1
Bezirk Schärding: 1
Bezirk Vöcklabruck: 1

Steyr: 0

Quelle: Land OÖ, VCÖ 2017
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