25.09.2014, 08:34 Uhr

Das große Leid der Tiere

Elisabeth Dominik betreut die Tiere im Tierheim Braunau. Ihre Tochter Lara hilft ihr dabei. "Für Kinder sind Tiere wichtig".

Der heilige Franz von Assisi gilt als erster Tierschützer. An seinem Todestag wird den Tieren gedacht.

Am Samstag, 4. Oktober wird zum bereits 83. Mal der Welttierschutztag begangen. Das Datum ist auch der Namenstag des Heiligen Franz von Assisi, der unter anderem für seine Tierliebe bekannt war. Während die meisten Hunde und Katzen einen wohl gemütlichen Welttierschutztag verbringen werden, geht es vielen ihrer Artgenossen aber nicht so gut. So mancher einstige Liebling ist seinem Besitzer lästig geworden und fand in einem Tierheim ein neues zuhause. Der Welttierschutztag soll mithelfen, auf die Rechte der Tiere aufmerksam zu machen. Elisabeth Dominik ist Mitarbeiterin im Braunauer Tierheim und ihr ist am Welttierschutztag nicht nach Feiern zumute. Sie sieht den Tag eher als Weckruf an die Gesellschaft, dass es viele arme Tiere gibt.

Sterilisationspflicht
Im Braunauer Tierheim werden aktuell zehn Katzen betreut. "Katzen die sich im Freien bewegen, sollten unbedingt sterilisiert und kastriert sein", richtet Dominik einen Appell an alle Katzenbesitzer. Katzen sind mit einem halben Jahr geschlechtreift. Im Frühling und Herbst ist das Tierheim regelmäßig mit jungen Katzen überfüllt. Jeder Katzenbesitzer sei übrigens gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Felltiger sterilisieren zu lassen. Das gelte auch für Landwirte, war auf Nachfrage bei einem Tierarzt zu erfahren. Die Anschafftung eines Haustieres sollte man sich gut überlegen. Als Baby sind die Tiere lieb und klein, doch werden auch sie erwachsen. Ein Haustier kostet Geld und beansprucht einen nicht unerheblichen Zeitaufwand. Dominik findet es gerade für Kinder wichtig, mit Tieren aufzuwachsen. "Es gibt nichts Kostbareres als ein Haustier. Kinder lernen dadurch einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen", weiß die Tierheimmitarbeiterin. Dennoch warnt sie, ein Tier einfach als Geschenk anzuschaffen. Sie rät auch ab Tiere übers Internet zu kaufen. Der persönliche Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer sei wichtig. Auch im Tierheim erhalten potenziellen Käufer erst ein Tier, wenn die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass die Voraussetzungen passen.

Auf Spenden angewiesen
Das Tierheim in Braunau ist ein privater Verein und lebt einzig und alleine von Spenden. Daher ist das Tierheim um jede Unterstützung in Form von Futter oder materiellen Spenden wie Decken dankbar. Spendenkonto: IBAN AT03 2040 4066 0501 1788. Das Tierheim in der Bauhofstraße in Braunau ist von Mo. bis Fr. von 9 bis 11 Uhr geöffnet.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.