05.02.2018, 19:26 Uhr

Eggelsberg: Seniorenzentrum fast fertig

Der Bau des Bezirksseniorenzentrum ist in der Endphase: im April sollen die ersten Bewohner einziehen.

EGGELSBERG (penz). Dreistöckig, hell und geräumig soll es werden – das Bezirksseniorenzentrum in Eggelsberg. Es gibt viele Fenster, die Einrichtung und die Wandfarben sind freundlich und einladend, die Zimmeraufteilung großzügig. Karin Altmüller, Geschäftsführerin des Sozialhilfeverbands (SHV), scheint an alles gedacht zu haben. Der Baufortschritt liegt derzeit bei etwa 90 Prozent. Ende April sollen bereits die ersten Bewohner einziehen. Insgesamt finden im Haus 80 Personen in 80 Einzelzimmern Platz. "Wobei die Räume groß genug wären, um im Notfall ein zweites Bett unterzubekommen", denkt Bezirkshauptmann Wojak an den Fall der Fälle. Für ein Zimmer kann man sich bereits bei Anna-Maria Huber, der Heimleiterin des Bezirksseniorenzentrums Ostermiething, anmelden. Aufgenommen werden Personen ab der Pflegestufe 4.

Momentan läuft das Personalverfahren. Altmüller informiert: "Die Führungskräfte stehen schon fest. Auch die Bewerbungsfrist für die restlichen Posten ist um. Im Februar folgen die Vorstellungsgespräche."

Zur Aufteilung des Gebäudes: Für die Bewohner gibt es genügend Möglichkeiten zum gesellschaftlichen Beisammensein. Im Erdgeschoß befindet sich ein Veranstaltungsraum. Dort werden unter anderem Gottesdienste abgehalten. Ein sogenannter "kreativer Raum" bietet Platz für Plauderrunden und Basteleien. Im ersten Stock kann man auf einem großen Balkon frische Luft schnappen und die Aussicht auf die Kirche genießen. Jedes Stockwerk hat eine andere Wandfarbe zur Orientierung, in welchem Stock man sich befindet. Mitarbeiter können in einem Ruheraum neue Energie schöpfen, im Besprechungsraum Erfahrungen austauschen oder im Gemeinschaftsraum zusammen kochen und essen.

Die Gesamtkosten für das Bezirksseniorenzentrum Eggelsberg belaufen sich auf knapp 10,9 Millionen Euro, 7,9 Millionen wurden schon bezahlt.
"Künftig sollen alle Heime auf Bezirksseniorenzentren ,umgetauft‘ werden. Die Bezeichnung ,Alten-‘ oder ,Pflegeheim‘ hat einen negativen Beigeschmack", sagt die Leiterin der Sozialabteilung in der BH Braunau, Angela Stoffner. Beim Bau sei alles einwandfrei verlaufen. Laut Wojak ist dies insbesondere Karin Altmüller zu verdanken. Ebenso freut ihn die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Christian Kager.


Heimaufnahmen verdoppelt

Bürgermeistersprecher Franz Zehentner, Eggelsbergs Bürgermeister Christian Kager und der Bezirkshauptmann sehen den Wegfall des Pflegeregresses problematisch. "Wir haben im Jahr 2018 Kosten von elf Millionen Euro für die Bewohner der Bezirksseniorenzentren, aber auch für die Häuser der Diakonie in Mauerkirchen bzw. der Franziskanerinnen in Maria Schmolln zu stemmen. Da kommen wir ins Schnaufen", gibt Wojak zu bedenken.

Angela Stoffner berichtet: "Wir hatten im Jänner doppelt so viele Heimaufnahmen (18) wie im Vergleichsmonat des Vorjahres. Diese Entwicklung gilt es weiter zu beobachten."
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