03.07.2017, 14:18 Uhr

Im Namen der Natur

Johann Reschenhofer erstellt die Gutachten.
Dieses Monat stellen wir eine weitere Abteilung der vielumfassenden Bezirkshauptmannschaft vor: Den Natur- und Landschaftsschutz.

BRAUNAU (penz). Johann Reschenhofer ist Amtssachverständiger für Natur- und Landschaftsschutz im Bezirk Braunau. Bereits seit 17 Jahren übt er diese Tätigkeit aus. Im Wesentlichen ist Reschenhofer dafür zuständig, schlüssige Gutachten zu erstellen. Dafür sieht er sich den jeweiligen Sachverhalt vor Ort an und bringt ihn zu Papier. "Das Entscheiden obliegt dann der Behörde", erklärt der Bezirksbeauftragte.

Hauptsächlich erstellt er Gutachten zur Durchführung von Geländekorrekturen, zur Errichtung von Forststraßen, zur Eröffnung und dem Betrieb von Schottergruben sowie zur Errichtung von Straßen. Überdies ist er für die Uferschutzzonen von Bächen, diese betragen 50 Meter, und Flüssen (200 Meter) im Bezirk zuständig.

"Wird in diese Schutzzone eingegriffen, muss das erst genehmigt werden", erklärt Reschenhofer und zeigt interessante Fakten auf: Alle Bäche im Bezirk, ohne deren Zubringer, erstrecken sich über 160 Kilometer. Die Salzach und der Inn weisen eine Länge von 60 Kilometern auf. Bei den Seen fungiert Reschenhofer nicht nur als Bezirks-, sondern als Landesbeauftragter. Auch hier müssen die Uferschutzzonen, im Ausmaß von 500 Metern, geschützt werden. Möchte also ein Strandbadbesitzer einen Steg in den See bauen, eine Liegewiese anlegen oder Dixieklos aufstellen, muss erst bei der Bezirkshauptmannschaft angefragt werden.

Der Sinn dahinter: "Die Erhaltung des Landschaftsbildes muss gewahrt bleiben und es muss trotzdem eine Nutzung möglich sein." Gesamt sind 12,6 Kilometer Seeuferlinie im Bezirk zu betreuen.

Natur nachhaltig schützen

Verantwortlich ist Reschenhofer auch für die Naturschutzförderungen. Grundsätzlich wird die Pflege und Erhaltung ökologisch wertvoller Flächen im Bezirk gefördert, etwa Blumen- oder Streuwiesen. Reschenhofer bemisst, wie hoch die Prämie ausfällt. Derzeit gibt es 360 Antragsteller und eine 970 Hektar große, geförderte Fläche.

„Wir leben in einem der schönsten Flecken von Oberösterreich, den wir zu Recht lieben. Damit das aber so bleiben kann, die Natur nachhaltig geschützt wird – zum Wohle von uns allen – tritt der Naturschutzdienst der BH Braunau auf. Bei all unseren Maßnahmen wollen wir mit Augenmaß und Vernunft die Natur und unser Öko-System für unsere Nachfahren lebenswert erhalten. Auch dafür ist die Bezirkshauptmannschaft Braunau zuständig“, erklärt Bezirkshauptmann Georg Wojak.
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