06.07.2017, 11:01 Uhr

Kein Tropfen auf den heißen Stein

von links: Gabi Steckbauer, Eva-Maria Reiter Scholl, Uwe Schmidt (Mitte), Walter Mayr und Anna Hangöbl (Foto: inoneworld)
Vier Jahre, sieben Projekte und 9.000 Euro für einen guten Zweck.

BRAUNAU. Es ist eine Zusammenarbeit, die auf dem gemeinsamen Wunsch aufbaut, mit kleinen Schritten Gutes zu tun und die Welt ein bisschen besser zu machen. Die Selbstbesteuerungsgruppe Geretsberg (SB-Gruppe) arbeitet seit mehreren Jahren mit der Initiative eine Welt (IEW) und dem Weltladen Braunau zusammen. Bislang konnten durch das Engagement der Geretsberger über 9.000 Euro für Projekte der IEW gesammelt werden. Im Rahmen verschiedener Aktionen sind für die Elektrifizierung einer Schule in Burkina Faso weitere 2.208 Euro zusammengekommen, die am Dienstag, 4. Juli, von Walter Mayr an die Obfrau der IEW Eva-Maria Reiter Scholl übergeben wurden. Die Initiative eine Welt bedankt sich recht herzlich bei der SB-Gruppe und allen Spendern.

Es ist das Menschsein, worauf es ankommt

"Es ist das Menschsein, worauf es ankommt", besagt ein Ghanaisches Sprichwort. Das ist es auch, was die drei Gruppen eint. Alle sehen den Fairen Handel und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit als Möglichkeit, die Bedingungen für die Menschen in den Ländern des Südens gerechter zu gestalten und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Die SB-Gruppe ist eine Teilorganisation der Pfarre Geretsberg, wurde 2011 gegründet und besteht aus 27 Mitgliedern. Diese beschäftigen sich mit Projekten in den Ländern des Südens, Bildungsarbeit und dem Verkauf von fair gehandelten Produkten. Die Finanzmittel werden durch die Beiträge der Mitglieder, Verkaufsaktivitäten im Rahmen des Fairen Handels und Spenden aufgebracht. Seit der Gründung hat die kleine, aber äußerst motivierte Gruppe insgesamt 63 Projektfinanzierungen in 19 verschiedenen Ländern im Wert von 37.000 Euro abgewickelt. Zudem leisten die Geretsberger einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung des Fairen Handels. Seit September 2011 arbeiten sie mit dem Weltladen zusammen und konnten dem Fairen Handel bisher, durch verschiedene Veranstaltungen und Verkaufsaktivitäten, über 64.000 Euro zuführen.

Es werde Licht

In Burkina Faso leben 80 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, meist ohne elektrischen Strom. Eine Photovoltaikanlage, die zur Beleuchtung der Schule installiert wird, birgt einen Mehrwert für die Dorfgemeinschaft. Am Tag können Schüler unterrichtet werden, am Abend finden Alphabetisierungskurse statt. Dies kommt vor allem den Frauen zugute, von denen nur wenige lesen und schreiben können. Zudem dienen die Klassenzimmer als Ort der Begegnung und stärken den sozialen Zusammenhalt. Der Simbacher und ehemalige Entwicklungshelfer Uwe Schmidt, ist die Ansprechperson in der Initiative eine Welt, wenn es um Projekte in Burkina Faso geht. Seit Jahren sorgt er dafür, dass Solarkocher ihren Bestimmungsort in Afrika erreichen, besucht Waisenhäuser, übergibt Spenden von Freunden und Verwandten und arbeitet mit dem Verein Sonnenenergie für Westafrika an der Elektrifizierung von Schulen und Krankenstationen. Er ist der festen Überzeugung, dass jede Spende ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung der Region und die Menschen vor Ort ist.
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