20.03.2017, 16:41 Uhr

Länder gehen Jubiläen gemeinsam an

Gerhard Haring, Obmann der FXG-Gemeinschaft Hochburg-Ach, Obmann-Stv. Barbara Kammerstätter und Gedächtnishaus-Kustos Hans Schwarzmayr vor dem original Webstuhl Franz Xaver Grubers.

In Hochburg-Ach bereitet man sich gerade auf zwei bedeutende Anlässe vor.

HOCHBURG-ACH (ebba). Zum einen jährt sich heuer im November der Geburtstag des Hochburger Komponisten Franz-Xaver-Gruber zum 230. Mal. Des Weiteren wird im nächsten Jahr das Weihnachtslied „Stille Nacht“ 200 Jahre alt.

Anlässlich dieser Jubiläumsfeierlichkeiten machen sich viele freiwillige Helfer der Franz-Xaver-Gruber-Gemeinschaft derzeit daran, das Gruber-Gedächtnishaus zu renovieren und umzugestalten. „Es wird überall neu verputzt, die Ausstellungsstücke neu angeordnet“, verrät Obmann Gerhard Haring. So soll etwa der Lebensweg Grubers künftig chronologisch und damit übersichtlicher dargestellt werden. „Die Besucher sollen einen umfassenden Eindruck davon bekommen, wie Gruber gelebt hat“, erklärt Haring.

Die FXG-Gemeinschaft hat rund 250 Mitglieder. „Und wirklich alle sind ungemein fleißig, sind immer da, wenn man sie braucht. An dieser Stelle ein großes Danke dafür“, lobt Obmann-Stellvertreterin Barbara Kammerstätter den Gemeinschaftssinn im Verein.

Zusammenarbeiten

Weil die Geschichte des Liedes und seiner Verbreitung wesentlich mit Salzburg, OÖ und Tirol verbunden ist, haben die drei Bundesländer eine Allianz geschmiedet, die Jubiläen länderübergreifend zu gestalten, neue Angebote und Besuchsprogramme zu entwickeln und die Geschichte des Liedes "Stille Nacht" erlebbar zu machen. Für den Geburtsort von Franz-Xaver-Gruber, Hochburg-Ach, und die ganze Region erhofft man sich dadurch großartige Chancen. „Es werden viele Gespräche und Überlegungen angestellt, derzeit ist aber noch nichts spruchreif. Aber es wäre auf jeden Fall schön, wenn man mit anderen Stille-Nacht-Gemeinden gemeinsam etwas auf die Beine stellen könnte.“

Wie der Kustos des Gedächtnishauses, Hans Schwarzmayr, verrät, passieren das Gedächtnishaus pro Jahr mindestens 2.300 Besucher. Den Friedensweg sollen geschätzt 3.000 Menschen im Jahr abgehen. Die Gruber-Gemeinschaft bietet hier auch spezielle Führungen an – von meditativ bis geschichtlich.

Die Besucher kommen von überall her. So hat sich zum Beispiel für den 9. April eine chinesische Delegation angemeldet, die sich mit dem Thema Franz-Xaver-Gruber auseinander setzen möchte. Auch tibetische Mönche waren bereits da. „Ansonsten kommen viele Gäste aus Niederbayern, Tirol, dem Salzburger Raum und aus Linz zu uns angereist“, sagt Schwarzmayr.

Historienspiel ist Besuchermagnet

Das Historienspiel findet heuer zum bereits zwölften Mal statt. Die Karten gehen jedes Jahr weg "wie die warmen Semmeln". Historienspiel und Handwerksmarkt ziehen im Advent jedes Mal an die 3.000 Besucher an, schätzt Kammerstätter. „Wir wollen das Historienspiel daher auch gar nicht mehr so groß bewerben, weil es jedes Jahr einen unglaublichen Ansturm auf die Karten gibt. Die verkaufen sich ganz von selbst“, so Haring. Was den Bekanntheitsgrad der Aktivitäten der FXG-Gemeinschaft angeht, von Friedensweg über Historienspiel bis hin zum Gedächtnishaus, „hätte am Anfang wirklich niemand gedacht, dass wir so viel erreichen würden“, zeigt sich Haring stolz.

Weiterbildung zum Lied

In Vorbereitung auf die anstehenden Jubiläen ist auch die Stille-Nacht-Gesellschaft aktiv geworden und hat soeben 18 Stille-Nacht-Vermittler in einem vierteiligen Kurs ausgebildet. Auch eine Vertreterin aus Hochburg-Ach nahm daran teil.

Trotz Umbau geöffnet

Das Gedächtnishaus in Hochburg-Ach bleibt trotz des Umbaus geöffnet. Das wertvollste Stück im „Grubahäusl“ ist der Webstuhl, auf dem Gruber das Weberhandwerk erlernt hat. Führungen gibt es nach Anmeldung bei Kustos Hans Schwarzmayr unter Tel. 07727/2652, oder im Gemeindeamt Hochburg-Ach,unter Tel. 07727/2255. Nähere Informationen und Öffnungszeiten auf fxgruber.at/gedaechtnishaus

Fotos: Ebner, Seelentium, Softic
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