10.10.2016, 13:52 Uhr

Pfarre Braunau St. Franziskus fragte Interesse an Fortbestand ab

BRAUNAU (ebba). Am 9. Oktober fand in der katholischen Pfarre Braunau-Neustadt St. Franziskus eine Pfarrversammlung statt, in der es um die Zukunft und den Fortbestand der Pfarre ging. In einem Pfarrblatt-Kommentar von Pfarradministratorin Dagmar Ruhm wurde die Versammlung angekündigt, in der darüber abgestimmt werden sollte, wie es mit der Pfarre weitergeht.

Der Pfarrgemeinderat hatte sich im Vorfeld schon länger damit beschäftigt, wo der Weg hingehen soll. Dafür gab es drei Anlässe: Zum einen die Tatsache, dass ab 2019 für die Pfarre keine Stelle eines Pfarrassistenten mehr vorgesehen ist. Die Diözese schreibt nur mehr eine Pastoralassistentin für den ganzen Seelsorgeraum oder zumindest für die Stadt Braunau, also für vier bis sechs Pfarren, aus. Somit gilt es zu überlegen, wie die Pfarre gut weiterleben kann, wenn kein hauptamtlicher Seelsorger vor Ort ist.

Der zweite Anlass ist der Zustand des Pfarrgebäudes. Das Dach ist reparaturbedürftig, eine Generalsanierung notwendig. Somit stellt sich auch die Frage, ob man das Gebäude aufgeben und für ein neues, kleineres Planungen anstellen sollte.

Der dritte Punkt ist, dass immer weniger Menschen in die Gottesdienste und zu den Veranstaltungen der Pfarre kommen. "Das Interesse für Kirche und Pfarre verschwindet zusehends", bedauert Ruhm. Der Mitarbeiterpool werde ebenfalls immer kleiner oder älter. Im März 2017 stehen Pfarrgemeinderatswahlen an und man wisse nicht, wer und ob genügend Personen kandidieren werden.

"Bei der Abstimmung waren 70 Personen anwesend", berichtet Dagmar Ruhm. Das Ergebnis der Pfarrbefragung ging schließlich wie folgt aus: 55 Personen stimmten dafür, dass die Pfarre weiterhin bestehen bleibt. 12 Stimmen waren für die Auflösung. Eine Stimme war ungültig und zwei Personen enthielten sich ihrer Stimme. Nachdem ein "Aus" für die Pfarre überwiegend nicht gewünscht ist, wird der Pfarrgemeinderat nun in seiner Sitzung am 18. Oktober über die weitere Vorgangsweise beraten.

Fotos: Alois Stockhammer
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