01.10.2014, 10:00 Uhr

"Suchen nach Lösung im Sinne des Tierschutzes"

Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler bangt um ihre Tiere. (Foto: Pfotenhilfe)
LOCHEN, BEZIRK (ebba). Nachdem der Lochner Gemeinderat Anfang August gegen eine Sonderwidmung für die Pfotenhilfe in Lochen gestimmt hat (die BezirksRundschau berichtete), droht dem Tierheim das Aus. Da der Bezirk bzw. die Region aber ein Tierheim braucht, wird nun nach einer Lösung des Problems gesucht.

"Wir befinden uns in ständigen Gesprächen. Es gilt eine Lösung im Sinne des Tierschutzes zu finden, die uns die Möglichkeit eröffnet, rechtlich korrekt Tiere in einem Tierheim zu betreuen", sagt Bezirkshauptmann Georg Wojak. Seine Behörde ist zuständig für den Tierschutz im Bezirk, die Entscheidungsgewalt hinsichtlich der Infrastruktur liegt jedoch bei der Gemeinde. Damit muss sich die BH auch dem Beschluss des Lochner Gemeinderates beugen.

"Ich bin froh, dass die Lochner Gemeinderäte bereit sind, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Das alleine ist schon der größte Erfolg. Nach dem Welttierschutztag wird es erneut ein Gespräch zwischen BH, Gemeinde und Frau Stadler von der Pfotenhilfe geben", verrät Wojak und betont: "Tierschutz ohne Tierheim gibt es nicht."

Auch Landtagsabgeordneter Bürgermeister Erich Rippl aus der Nachbargemeinde Lengau hofft auf eine vernünftige Lösung: "Wir brauchen unbedingt ein Tierheim in der Region." Er weist darauf hin, dass die Stadtgemeinde Braunau plane, ein Bezirkstierheim zu schaffen. Darauf angesprochen meint Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher: "Das hängt nicht mit dem Fall Pfotenhilfe zusammen, aber wir suchen in Braunau tatsächlich nach Standorten für ein neues Tierheim." Im derzeit bestehenden, welches beim Bauhof untergebracht ist, herrscht seit langem akute Platznot. Im Braunauer Tierheim sind hauptsächlich Heimtiere untergebracht, nicht wie bei der Pfotenhilfe auch beschlagnahmte Nutztiere. "Spruchreif ist bei uns in Braunau derzeit aber noch nichts."

Eine Online-Petition zum Erhalt des Tierheimes in Lochen, die von einer Tierschützerin aus der Region ins Leben gerufen wurde, erzielte bereits über 5200 Unterschriften.
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