17.08.2016, 13:48 Uhr

Jugendticket „Netz": Aufholbedarf in Braunau

Bezirksobmann Gerald Weilbuchner und Landesobfrau Klubobfrau Mag. Helena Kirchmayr (Foto: JVP OÖ)
2012 startete die Junge ÖVP die oberösterreichweite Kampagne „Sooft du willst, wann du willst, mit wem du willst" und forderte ein Jugendticket für Schüler und Lehrlinge. Das dritte Schuljahr in Folge konnten sie nun das Jugendticket „Netz" erwerben – immer mehr entscheiden sich für das Angebot, mit dem man ein Jahr lang um 63,60 Euro mit Bus, Bahn und Bim fahren kann. Die JVP fordert auch eine Lösung für Studenten.

3.423 Schüler und Lehrlinge haben sich im Bezirk Braunau 2015/16 für den Kauf eines Freifahrtausweises zwischen Heimatort und Schule bzw. Ausbildungsstätte entschieden (Kosten: 19,60 Euro). Nur 833 kauften sich das Jugendticket – also die Freifahrt im ganzen Bundesland.

„Prozentuell gesehen nutzt in den anderen Innviertler Bezirken Ried und Schärding beinahe jeder zweite Schüler bzw. Lehrling das Jugendticket „Netz" und fährt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch das ganze Bundesland. Braunau hinkt hier weit hinterher, was sehr schade ist, da das Jugendticket familien-, umwelt- und geldtaschenfreundlich ist", sagt Bezirksobmann Gerald Weilbuchner.

„Es ist kaum möglich, in Linz eine Abendveranstaltung zu besuchen und dann öffentlich beispielsweise noch nach Mattighofen zu kommen, da der letzte Zug bereits um 19:32 in Linz abfährt. Da verwundert es dann nicht, wenn bei uns jeder auf ein Auto angewiesen ist", kritisiert Weilbuchner, der junge Menschen dazu motivieren will, auf Öffis umzusteigen.

„Würden ÖBB-Bedienstete nicht im Schnitt mit 53 in Pension gehen, setzte das immense Mittel für den Infrastrukturausbau und für moderne und barrierefreie Zuggarnituren frei", liefert Weilbuchner einen Lösungsvorschlag.

Quelle: OÖVG (Stand März 2016)
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