Unterschiedlich
Alehouse-Session: Erfolg mit Musikmix im Rahmen der Meisterkonzerte

Nicht nur musikalisch, auch optisch hatte die „Alehouse-Session“ eines - abseits des gewöhnlichen Klassikbetriebs - zu bieten.
  • Nicht nur musikalisch, auch optisch hatte die „Alehouse-Session“ eines - abseits des gewöhnlichen Klassikbetriebs - zu bieten.
  • Foto: Udo Mittelberger
  • hochgeladen von Christian Marold

Nach dem Sitzkissenkonzert war die „Alehouse-Session“ im Gösser eine weitere programmatische aber auch stationäre Erweiterung der Bregenzer Meisterkonzerte, die vom Publikum bestens angenommen wurde.

Beim Bregenzerwälder Steicherkollektiv für engagierte Geigenmusik – kurz „Messis Cellogruppe“ ist keine musikalische Tradition sicher. Letzte Woche standen sie als Vorgruppe bei der Alehouse Session mit den Barock-
solistene auf der Bühne im Gösserbräu. 2015 in der „produktiven Langeweile der Sommerferien“ für eine „Mess“ formiert, wurde aus einer losen Gruppe von jugendlichen Teilnehmenden der Streicherklasse der Musikwerkstatt „Glatt&Verkehrt“ schnell ein fixes Ensemble. Inzwischen spielen sie sogar Konzerte außerhalb von Österreich wie z.B. in England und Belgien. Leiterin Evelyn Fink-Mennel ist bekannt als Mitglied der „Hausmusik Fink“.

Niveau dank Cromwell
Hauptact des Abends war das norwegische Ensemble „Barock- solistene“, das mit seiner Musik das Bregenzer Gösserbräu in ein „Public House“, kurz „Pub“ verwandelte. Es ist ein ganz besonderes Konzertformat, das der Konzertmeister des Ensembles, Bjarte Eike, erfunden hat. Mit einer Mischung aus der Musik des späten 17. Jahrhunderts, englischem, slawischem und norwegischem Folk sowie einer mitreißenden Darbietung entsteht eine bezaubernde Atmosphäre. Als der Puritaner Oliver Cromwell für einige Jahre die Monarchie in Großbritannien abschaffte, blieben die Theater geschlossen. Musik im öffentlichen Raum war in dieser sittenstrengen Zeit verpönt, und die meisten Berufsmusiker verloren ihre Anstellung. Nur noch in Tavernen durfte musiziert werden – die Grundlage für die berühmte britische Pub-Kultur. Die arbeitslosen Musiker schlugen sich mit Gigs in den Kneipen durch. Das musikalische Niveau der Wirtshausmusik dürfte nie höher gewesen sein – weder vorher noch nachher. Dies bewies das äußerts spielfreudige Ensemble auch beim Konzert im Gösser, das im Rahmen der Meisterkonzerte stattfand und neben dem Sitzkissenkonzert eine weitere formale Erweiterung dieses Formats darstellt – wohl auch in Zukunft, denn der Abend wurde von den zahlreichen Zuhörern bestens angenommen.

Autor:

Christian Marold aus Feldkirch

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