Paukenschlag nach Volksbegehren
Harder Bürgermeister tritt zurück

Der Harder Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) tritt mit sofortiger Wirkung von all seinen Ämtern zurück.
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  • Foto: Schuller
  • hochgeladen von Christian Marold

Bürgermeister Harald Köhlmeier erklärt seinen sofortigen Rücktritt

Nach dem Ausgang der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag, bei der die Bürgermeisterpartei abgestraft wurde, hat Köhlmeier am Freitagvormittag seinen Rücktritt angekündigt. Es sei aber keine Kurzschlussreaktion gewesen, sondern wohl überlegt, sagt Köhlmeier in der Aussendung.

Köhlmeiers Presseaussendung:
„Schweren Herzens erkläre ich hiermit meinen sofortigen Rücktritt als Bürgermeister der Marktgemeinde Hard, als Parteiobmann der Harder Volkspartei und als Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes.

Ich tue dies nicht als vermeintliche Kurzschlussreaktion auf die Volksabstimmung am vergangenen Sonntag, sondern wohl überlegt.

Gerade meine zweite Amtszeit war von einer politischen Kultur geprägt, in der es den politischen Mitbewerbern einzig und allein darum ging, mit gezielten persönlichen An- und Untergriffen Zweifel an meiner Integrität zu streuen. Dadurch ist nicht nur die Sachpolitik zunehmend in den Hintergrund gerückt, sondern auch ein gewisser Riss durch die Bevölkerung gegangen.

All das hat nicht nur bei mir und meiner Familie Spuren hinterlassen. Auch in der eigenen Fraktion hat sich durch diese Grabenkämpfe eine gewisse Demotivation breitgemacht.

Nichtsdestotrotz blicke ich nicht im Zorn zurück. Denn es gab in diesen rund zehn Jahren, in denen ich Bürgermeister der Marktgemeinde sein durfte, auch sehr viel Schönes, wertvolle Begegnungen und ich konnte sehr viele Weichenstellungen für eine solide Zukunft von Hard einleiten. Als Beispiele seien etwa die „Schule der Zukunft“ am See, die Quartiersentwicklung „In der Wirke“ mit einem neuen Veranstaltungssaal und einem zweiten Seniorenhaus oder die nachhaltige Sicherung der Trinkwasserversorgung genannt.

Mit der Errichtung eines Nahwärmenetzes und der größten kommunalen Photovoltaikanlage Vorarlbergs haben wir wichtige Schritte in Richtung Energieautonomie gesetzt. Mit dem unlängst erfolgten Spatenstich für den neuen Bahnhof Hard-Fußach und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Hard-Lauterach sowie dem sukzessiven Ausbau unseres Radwegenetzes haben wir der Mobilität der Zukunft einen großen Schub gegeben.

Zwei Dinge machen mich besonders stolz: Zum einen, dass es gelungen ist, neben großen Investitionen in die Infrastruktur unser Grund- und Immobilienvermögen zu vermehren. Damit wurden wichtige Gestaltungsspielräume für die Zukunft geschaffen.

Zum anderen war es die solidarische Bewältigung der Flüchtlingskrise, mit der unser Land und damit unsere Gemeinde 2015 plötzlich konfrontiert war. Dabei haben die Harderinnen und Harder eindrücklich unter Beweis gestellt, dass Humanität und Nächstenliebe bei uns nicht nur Schlagworte sind.

Ich hoffe, dass jetzt, wo ich der Opposition nicht mehr als Projektionsfläche zur Verfügung stehe, in Hard wieder eine politische Kultur einzieht, die das Wohl der Menschen, das Gemeinsame und die Zukunft unserer einzigartigen Gemeinde in den Vordergrund stellt.“

Bürgermeister
Harald Köhlmeier

Autor:

Christian Marold aus Feldkirch

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