Lehre als Bodenlegerin, Malerin und Tapeziererin
Die Fachfrau in der Männerwelt

Isabel Ploth hat kürzlich ihre Lehre als Bodenlegerin, Malerin und Tapeziererin beim Raumausstatter Syrovatka abgeschlossen.
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  • Isabel Ploth hat kürzlich ihre Lehre als Bodenlegerin, Malerin und Tapeziererin beim Raumausstatter Syrovatka abgeschlossen.
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Lehre bei Raumausstatter Syrovatka: Sich in der Männerdomäne durchsetzen, ist für Isabel Ploth kein Problem.

BRIGITTENAU. Nicht dauernd im Büro sitzen und jeden Tag dasselbe machen, das war Isabel Ploth bei der Berufswahl wichtig. Und so ist es jetzt auch: „Ich mache wirklich jeden Tag etwas anderes“, erzählt die 18-Jährige.
Erst vergangene Woche hat sie ihren Lehrabschluss als Bodenlegerin, Malerin und Tapeziererin absolviert, die Ausbildung machte sie beim Raumausstatter Syrovatka in der Klosterneuburger Straße. Hier kann sie jetzt auch als Gesellin bleiben. Ursprünglich wollte Isabel an eine HTL gehen und dann Architektur studieren. Bevor es dazu kommen konnte, hat sie durch den Töchtertag der Stadt Wien beim Meisterbetrieb Syrovatka geschnuppert und ist gleich dort geblieben.

Jetzt ist Isabel täglich auf der Baustelle, meist machen sie und ihre Kollegen Böden. Dort wird dann angerührt, gespachtelt und geklebt. Die Arbeit ist körperlich durchaus anstrengend, es war eine Umstellung von der Schule in die Baustelle, „aber zu schaffen“, erzählt Isabel.

Keine Berührungsängste

In der Männerdomäne der Raumausstatter fällt die junge Frau auf. Bei der Lehrabschlussprüfung war die 18-Jährige das einzige Mädchen, und das ist auch in der Firma so. Aber das sei überhaupt kein Problem. „Viele sagen, man muss sich auf der Baustelle irgendwelche Sprüche anhören, aber das ist nicht der Fall. Ich habe bisher noch nie etwas gehört", sagt sie. Vielleicht bringe sie als Frau auch ein bisschen Ruhe hinein.

Generell ist Isabel davon überzeugt, dass Frauen keine Berührungsängste mit technischen Berufen haben sollten. „Für mich macht das Geschlecht hier keinen Unterschied.“ Selbst ist sie sehr zufrieden mit ihrer Wahl. Es mache Spaß und sei kreativ und fordernd.

„Es ist nicht so, dass man auf die Baustelle muss, nur weil man in der Schule nicht besonders gut war“, sagt die 18-Jährige grinsend. Man müsse genau arbeiten und etwa darauf achten, dass im Boden keine Unebenheiten entstehen. Auf der Baustelle müsse man auch die Zuschnitte von Tapeten und Teppichen berechnen können. Besonders gefalle ihr, wenn sie Kunden bei der Raumausstattung beraten könne. „Die Kunden fragen uns oft, welche Farbe passt und wie es am besten aussieht.“

Hohe Anforderungen

„Sie macht einen sehr guten Job“, sagt Meister Christian Syrovatka über Isabel. Im Schnitt bildet er drei Lehrlinge aus, pro Lehrjahr einen. Es sei aber nicht immer leicht, gute Bewerber zu finden. Der Job hat durchaus hohe Anforderungen.

Syrovatka sucht Jugendliche, die sich sowohl auf der Baustelle als auch beim Privatkunden zu benehmen wüssten. Eine gewisse Grundausbildung brauche es natürlich auch, auf der Baustelle müsse auch gerechnet werden. Mit Isabel gab es nie Probleme: „Sie kommt überall sehr gut an.“

Isabel Ploth hat kürzlich ihre Lehre als Bodenlegerin, Malerin und Tapeziererin beim Raumausstatter Syrovatka abgeschlossen.
Sich in der Männerdomäne durchsetzen, ist für Isabel Ploth kein Problem.

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