Künstlerin Ursula Naci-Brandner
"Ich male meine eigene Welt"

Ursula Naci-Brandner ist nicht schnell zufrieden zu stellen: Bilder müssen eine Geschichte erzählen, lebendig sein.
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Die Brigittenauer Künstlerin Ursula Naci-Brandner stellt erstmals in ihrem Heimatbezirk aus. Zu sehen gibt es ihre Bilder aktuell in der Osteria Allora.

BRIGITTENAU. "Ein Leben ohne Kunst kann ich mir nicht vorstellen, denn sie hat mich mein ganzes Leben lang getragen, in guten und schwierigeren Zeiten", erzählt Ursula Naci-Brandner. Ihre Themen und Techniken hat die Brigittenauerin längst gefunden. Dennoch ist es "jeden Tag aufregend und schön, weil man sich als Künstlerin ständig weiterentwickelt. Jedes Bild fordert einen heraus, hat seinen eigenen Willen, ist nicht leicht zufriedenzustellen, genau wie ich", sagt die gebürtige Polin, die seit 1975 im 20. Bezirk lebt. Da kann es schon vorkommen, dass sie an einer Landschaft ein halbes Jahr arbeitet, bis sie – und der Betrachter – den Wind in den Blättern rauschen hört und sieht. "Bilder müssen eine Geschichte erzählen, lebendig sein."

Ihre Bilder skizziert Naci-Brandner nur grob, dann lässt sie sich vom jeweiligen Thema treiben. "Das Bild bestimmt sich selber. Ich bin quasi nur die ausführende Hand." Dabei fließt allerlei Erlebtes ein: ihre Jugend im diktatorischen Polen, die drei Jahre in der Türkei und auch politische Strukturen, die sie bedrohlich empfand oder persönliche Schicksalsschläge. Auf diese Weise entstehen vielfältige, fantasievolle Kunstwerke. Dabei mischen sich etwa Frösche in liebliche Stilleben. Immer wieder vor kommt der Harlekin, eine gleichermaßen tragische wie komische Figur.

Frühe Begabung

Bereits als Kind hat die Brigittenauerin viel gemalt und gezeichnet. "Mein Vater hat mich früh gefördert, mir beigebracht, wie man mit den Stiften umgeht und mein Auge geschult." Kurz vor der Matura übersiedelte Naci-Brandner mit ihrer Familie nach Baden, zuvor hatte sie in Breslau ein Kunstgymnasium besucht. Nach dem Schulabschluss schaffte sie die Aufnahmeprüfung auf der Angewandten. Dort studierte die Künstlerin zuerst Architektur, dann Modedesign bei Adelmüller und Lagerfeld.

Nach dem Studium gründete sie mit ihrem Mann eine Modefirma und entwarf eigene Kollektionen. "Das waren zehn stressige Jahre, ohne Platz für die Malerei." Ihre beruflich glücklichsten Jahre erlebte Naci-Brandner im Gymnasium in Hollabrunn, wo sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2013 unterrichtete. "Ich konnte dort zwölf Jahre lang den Schülern einen Zugang zur Kunst und damit Freude am Gestalten vermitteln und zeigen, dass man mit der Kunst Gefühle vermitteln kann." Das sei eine wunderbare Aufgabe gewesen.

Erste Ausstellung im Bezirk

Ausgestellt hat Naci-Brandner ihre Bilder schon an vielen Orten: in ihrer Geburtsstadt Breslau, in Warschau, in Istanbul oder in Ankara – nicht jedoch im 20. Bezirk. "Das liegt daran, dass ich eher scheu bin", lacht die Künstlerin. "Ich habe eigentlich immer für mich selbst gemalt. Das Ausstellen und der Publikumsrummel waren nie meins." Dennoch haben ihre fantasievollen Bilder voller Symbolik auch in Wien längst den Weg zu zahlreichen Kunstliebhabern gefunden. "Ich sehe meine Bilder aber eher als Vermächtnis für meine Kinder, die ich natürlich auch immer wieder gemalt habe."

Seit zwei Jahren ist Naci-Brandner Teil der Künstlergruppe "Galeriestudio 38". Diese organisierte nun die erste Ausstellung der Malerin in der Brigittenau. Noch bis bis 19. Februar sind die Bilder von Ursula Naci-Brandner täglich, 11.30 bis 0 Uhr, in der Osteria Allora (Wallensteinplatz 5) zu sehen – und das bei freiem Eintritt. Mehr Infos zur Künstlerin und zur Ausstellung gibt es direkt hier online nachzulesen.

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