Brigittenau
Keine Ruhe in der Brigittagasse?

Die Anrainer wünschen sich in der Brigittagasse eine Begrünung und Verkehrsberuhigung.
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  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Anrainer wünschen sich eine Verkehrsberuhigung und Begrünung. Der Bezirksvorsteher nimmt dazu Stellung.

Rund 500 Meter misst die Brigittagasse, die den Nordwestbahnhof mit dem Brigittaplatz samt dem Bezirksamt und damit die Peripherie des Bezirks mit seinem Zentrum verbindet. Darum wird die unscheinbare Gasse von Autofahrern gern als Schleichweg genutzt. "Rund 16.000 Autos wurden innerhalb von 14 Tagen in der Brigittagasse gezählt", erklärt Anrainerin Anna T. "Mit mehr als 1.000 Autos pro Tag ist sie heute schon stark frequentiert. Nach der Bebauung des Stadtentwicklungsgebiets Nordwestbahnhof wird sich die Situation für uns Bewohner aber weiter verschlimmern." Darum wollen die Anrainer den Verkehr mithilfe einer Wohnstraße oder einer Begegnungszone beruhigen – bis jetzt aber erfolglos: "Angeblich hat Stadträtin Birgit Hebein in der Brigittagasse eine temporäre Begegnungszone vorgeschlagen. Der Bezirk soll diese aber abgelehnt haben."

Bezirkschef Hannes Derfler (SPÖ) kontert: "Hebein hat zwar eine temporäre Begegnungszone vorgeschlagen, sie hat aber auch die Regeln dafür entwickelt. Offensichtlich kennt sie die Brigittagasse nicht, denn ihre eigenen Regeln für Begegnungszonen sind dort nicht anwendbar."

Grätzeloase gewünscht

Die Anrainer wünschen sich außerdem eine Grätzeloase auf Höhe der Hausnummer 14, mit der sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen: Neben der verkehrsberuhigenden Wirkung würde eine Bepflanzung im Sommer auch für niedrigere Temperaturen sorgen und so einen angenehmen Erholungsort vor der Haustür schaffen. "Mit dem Argument, dass alle Parkplätze in der Gasse benötigt würden, wurde die Idee vom Bezirk aber abgeschmettert", so T., die selbst Autofahrerin ist: "Parkplatznot besteht bei uns keine."

Was sagt der Bezirkschef dazu? "Die Gespräche mit Experten haben ergeben, dass das in der Brigittagasse unmöglich ist. Denn unter dem Gehsteig und der Fahrbahn gibt es überall Einbauten, also Kanäle und Leitungen", so Derfler. "Außerdem dauert es mindestens 15 Jahre, bis ein Baum ein schützendes Blätterdach entwickelt. Für Bewohner, die in Stockwerken oberhalb der Baumkronen leben, wird es manchmal auch noch heißer."

T. gibt nicht auf und wünscht sich generell mehr Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung: "In allen anderen Bezirken gibt es Prestigeprojekte zur Verkehrsberuhigung größerer Straßen – nur bei uns nicht." Derfler verweist diesbezüglich auf den Brigittenauer Sporn: "Dort war eine Verkehrsberuhigung mittels einer temporären Begegnungszone dringend notwendig, weil sich ein Schleichweg etabliert hat", so der Bezirksvorsteher. "Ich habe wirklich großes Verständnis dafür, dass Menschen ihren unmittelbaren Lebensraum nach ihren Bedürfnissen gestalten wollen. Aber Maßnahmen, die in einem bestimmten Grätzel gesetzt werden, haben immer auch Auswirkungen auf das Nachbargrätzel – nicht selten negative. Darauf müssen wir in der Bezirksvorstehung achtgeben."

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