Wir stehen zusammen
So meistern die Brigittenauer die aktuellen Herausforderungen

Emmerich Rongits' Landfleischerei Rongits am Allerheiligenplatz 2 hat weiterhin geöffnet und liefert auch. "Wir sind zufrieden. Denn wir sind gesund und haben Arbeit, das ist das wichtigste", so der Brigittenauer.
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  • Emmerich Rongits' Landfleischerei Rongits am Allerheiligenplatz 2 hat weiterhin geöffnet und liefert auch. "Wir sind zufrieden. Denn wir sind gesund und haben Arbeit, das ist das wichtigste", so der Brigittenauer.
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2020 ist wahrlich kein leichtes Jahr. Vier Brigittenauer erzählen, wie sie diese schwierige Zeit meistern.

BRIGITTENAU. Seit März herrscht ein Ausnahmezustand: Zuerst das Coronavirus, nun schon der zweite Lockdown und dann noch der Terroranschlag in der Inneren Stadt. Unsicherheit und Angst sind allgegenwärtig.

Im Jahr 2020 stoßen viele Menschen an ihre körperlichen und emotionalen Grenzen. Umso wichtiger ist es nun, auf ein gutes Miteinander zu setzen und zusammenzuhalten.

Brigittenauer halten zusammen

"Wir werden uns nicht unterkriegen lassen, wir stehen in dieser schweren Zeit zusammen“, lautet der Tenor einer bz-Umfrage unter den Lesern. Wir haben vier Brigittenauer um ihr Wort gebeten:

Emmerich Rongits, Unternehmer: "Die Fleischerei Rongits hat geöffnet und liefert auch. Wir sind zufrieden! Denn wir sind gesund und haben Arbeit, das ist das Wichtigste. Man muss versuchen, so gut es geht, die Dinge positiv zu sehen, sonst wird es nur noch schlimmer. Aber man muss das Ganze schon ernst nehmen und alles tun, was geht: Mundschutz tragen, Abstand halten und so weiter. Es ist wichtig positiv zu denken und zu hoffen, dass alles wieder besser wird."

Emmerich Rongits' Landfleischerei Rongits am Allerheiligenplatz 2 hat weiterhin geöffnet und liefert auch. "Wir sind zufrieden. Denn wir sind gesund und haben Arbeit, das ist das wichtigste", so der Brigittenauer.
  • Emmerich Rongits' Landfleischerei Rongits am Allerheiligenplatz 2 hat weiterhin geöffnet und liefert auch. "Wir sind zufrieden. Denn wir sind gesund und haben Arbeit, das ist das wichtigste", so der Brigittenauer.
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Manuela Synek, Verein "Back Bone" – Mobile Jugendarbeit 20: "Die Situation am Arbeitsmarkt, Jobverlust, Lehrverträge, die aufgelöst wurden, Home-Schooling und der Stress damit, die Angst zu Versagen, das Bedürfnis nach Entspannung und (Aus-)gelassenheit betrifft sowohl uns als Jugend- und Gemeinwesenarbeiter wie auch die Menschen mit denen wir arbeiten. Der Anschlag hat da den Aspekt der persönlichen (Un-)Sicherheit nochmals verschärft. Wichtig ist nun: Zuhören, ernst nehmen, Ängste aber auch Wut nicht bewerten, klein reden oder aus eigener Unsicherheit ablehnen und negieren. Solidarität und Hilfsbereitschaft können den Zusammenhalt stärken. Bereits Kleinigkeiten, etwa freundliche Worte oder Unterstützung beim Einkaufen, stärken das Gefühl von Gemeinschaft."

Manuela Synek ist Sozialarbeiterin und Geschäftsleiterin des Vereins "Back Bone - Mobile Jugendarbeit 20" mit Standort in der Pöchlarnstraße 22.
  • Manuela Synek ist Sozialarbeiterin und Geschäftsleiterin des Vereins "Back Bone - Mobile Jugendarbeit 20" mit Standort in der Pöchlarnstraße 22.
  • Foto: Synek
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"Wir sind auch in dieser Zeit im öffentlichen Raum unterwegs um die Menschen auf die derzeit gültigen Maßnahmen aufmerksam zu machen und auf der anderen Seite unsere Beziehungen zu den Menschen aufrecht zu erhalten. Andererseits übernehmen wir Einkäufe, führen Telefonate und hören zu, unterstützen beim Lernen und überlegen gemeinsam mit den Menschen wie es weitergehen könnte. Wichtig ist nochmal zu betonen, dass wir im Bezirk weiterhin miteinander im Gespräch bleiben und die gegenseitige Hilfe, die es hier seit Monaten gibt aufrecht erhalten, denn die Gefahr der Vereinsamung wird durch Corona und seine Folgen noch verstärkt", so Manuela Synek.

Wicktoria Habetler, Restaurantbesitzerin: "Gesundheit geht immer vor. Der Lockdown ist eine notwendige Maßnahme. Ich hoffe, dass so die Corona-Zahlen nicht noch weiter steigen. Viele Stammgäste des Coretto, vor allem die Senioren, hat der Lockdown hart getroffen. Zusätzlich war der Terroranschlag ein extremer Schock. Wir bieten jenen einen Lieferservice, die zu Hause bleiben – egal ob krankheitsbedingt oder aus Angst. Man muss versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Das Tolle ist, dass bei uns alle Mitarbeiter da sind und helfen. Es ist wichtig, dass wir jetzt zusammenhalten."

Wicktoria Habetler betreibt das Cafe & Restaurant Coretto am Forsthausgasse 15.
  • Wicktoria Habetler betreibt das Cafe & Restaurant Coretto am Forsthausgasse 15.
  • Foto: Habetler
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Martin Forstner, Gebietsbetreuung Brigittenau: "Sicherlich ist es aktuell nicht leicht. Aber mir geht es gut. Ich fahre viel mit dem Fahrrad und versuche die Öffis zu meiden. Auch bei der Gebietsbetreuung merkt man Unterschiede: Es verändern sich die Anliegen und vieles passiert telefonisch oder online. Leider haben wir auch aktuell keine Veranstaltungen. Aber ich blicke positiv in die Zukunft. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und aufeinander zu achten. Auch sollte man keine Gruppen, wie Jugendliche oder Menschen mit Migrationshintergrund, vorverurteilen und auch an die älteren Menschen denken."

Martin Forstner ist der stellvertretende Projektleiter der Gebietsbetreuung Mitte – zuständig für die Brigittenau
  • Martin Forstner ist der stellvertretende Projektleiter der Gebietsbetreuung Mitte – zuständig für die Brigittenau
  • Foto: Forstner
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