Brigittenauer Tierretter
Sorge um junge Igel im Gemeindebau

Mehrmals die Woche verirren sich Igel in im stillgelegten Brunnen beim Gemeindebau Adalbert-Stifter-Straße. Doch schaffen sie es nicht ohne Hilfe wieder hinaus.
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  • Mehrmals die Woche verirren sich Igel in im stillgelegten Brunnen beim Gemeindebau Adalbert-Stifter-Straße. Doch schaffen sie es nicht ohne Hilfe wieder hinaus.
  • Foto: Hofmann
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Gemeindebau Adalbert-Stifter-Straße: Besorgter Anrainer rettet die stachligen Tiere wiederholt aus einem stillgelegten Brunnen.

BRIGITTENAU.  Eigentlich leben Igel in unterholzreichen, lichten Laub- und Mischwäldern und im Grasland. Doch die stachligen Tiere sind auch in Gärten – insbesondere am Stadtrand – anzutreffen. So leben die bis zu 35 Zentimeter großen Insektenfresser auch in der Brigittenau.

"Seit einiger Zeit rette ich regelmäßig eine ganze Igelfamilie, die ich immer wieder in einem Brunnen finde", erzählt der besorgte Anrainer Martin Hofmann. Zwar ist der Brunnen beim Gemeindebau in der Adalbert-Stifter-Straße 25 seit Jahren stillgelegt, doch darin sammelt sich Regenwasser – dadurch drohen die geschützten Tiere zu ertrinken.

Die Tiere können zwar ohne Probleme in den stillgelegten Brunnen gelangen, doch schaffen sie es nicht ohne Hilfe wieder hinaus. "Um die Igel rauszuholen, muss ich über einen Eisenzaun klettern, was nicht leicht ist", sagt Hofmann.

Leichte Opfer für Krähen

Hat Martin Hofmann die Insektenfresser aus dem stillgelegten Brunnen gerettet, bringt er sie zu einer nahe gelegenen Wiese. "Aber ich glaube die Tiere kommen wieder zurück", so der Brigittenauer. Sorgen macht er sich insbesondere um die Jungtiere, die schnell erschöpft seien und sich manchmal nicht mehr bewegen würden. "Viele Krähen haben es auf die leichten Opfern abgesehen", so Martin Hofmann.

"Ich meldete es schon dem Tierschutz und der Wildtierhilfe, aber es ist nichts passiert", ärgert sich der Anrainer. Diese Magistratsstellen unterstützen zwar beim richtigen Umgang mit gefundenen Tieren, agieren selbst aber nur, falls diese verletzt sind.

Wiener Wohnen am Zug

Auch Wiener Wohnen, das für die betreffende Grünfläche und den stillgelegten Brunnen zuständig ist, hat Martin Hofmann kontaktiert. "Doch die sagten nur, das sei nicht ihr Problem", ärgert sich der Anrainer.

Auf Anfrage der bz zeigt sich Wiener Wohnen aber bemüht. "Wir haben uns eine Lösung überlegt", erklärt Pressesprecher Markus Leitgeb. Konkret wolle man den stillgelegten Brunnen zunächst mit Schotter befüllen und danach mit Platten abdecken. "Dann können die Igel problemlos drüber gehen", so Leitgeb. Aktuell hole Wiener Wohnen verschiedene Angebote ein. "Sobald dies erledigt ist, können die Arbeiten beginnen."

Telefonische Hilfe

Wenn Sie einen Igel in Gefahr oder ein anderes vermeintlich verletztes Wildtier finden, wenden Sie sich an die MA 49 Forst- und Landwirtschaftsbetrieb. Diese unterstützt telefonisch unter der Wildtier-Hotline mit der Nummer 01/400 04 90 90.  

Am besten schauen Sie auch in der Umgebung, ob weitere, vielleicht gar verletzte, Tiere in der Umgebung sind.  Aber Vorsicht: Fühlen sich Igel bedroht, können sie beißen!

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