Lange Rotphasen
TGM-Schüler missachten Fußgängerampel

Die Fußgängerampeln vor dem TGM sind durch die Straßenbahnen lange rot. Deshalb werden sie von vielen Schülern ignoriert.
  • Die Fußgängerampeln vor dem TGM sind durch die Straßenbahnen lange rot. Deshalb werden sie von vielen Schülern ignoriert.
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Wexstraße/Jägerstraße: Weil Öffis Vorrang haben, warten Fußgänger oft lange, bis sie die Straße queren können.

BRIGITTENAU. Fast 4.000 Schüler besuchen das Technologische Gewerbemuseum, kurz TGM, an der Ecke Jägerstraße und Wexstraße. Da ein großer Teil von ihnen vor und nach dem Schulbesuch mit den Straßenbahnen 31 und 33, den Autobussen der Linie 5B oder der U-Bahn fahren, müssen sie die Wexstraße queren. Doch zeigt die betreffende Fußgängerampel oft lange Rot, wie Schüler und Lehrer berichten.

Da sie nicht warten wollen, überqueren zahlreiche Personen, darunter viele Schüler, die Straße, auch wenn die Ampel noch nicht grün ist. Täglich spielen sich gefährliche Situationen ab. Unfälle gab es zum Glück aber bislang keine.

Vorrang für Öffis

Der Grund für die vergleichsweise langen Rotphasen ist die Bevorrangung der öffentlichen Verkehrsmittel. „Bei der Ampel Jägerstraße/Wexstraße gibt es eine vollständige Straßenbahnbeeinflussung aus drei verschiedenen Richtungen, die Grünphasen können um bis zu 30 Sekunden verlängert und zusätzliche Grünphasen beansprucht werden“, erklärt Sonja Vicht, MA 33 Wien leuchtet.

Weil eine Verbesserung der aktuellen Situation für die Fußgänger zwangsweise zu einer Verschlechterung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln führen würde, ist eine Änderung der aktuellen Regelung nicht in Sicht. „Die bevorzugte Ampelschaltung für Straßenbahnen ermöglicht, dass wir unsere Fahrgäste rasch zur Arbeit oder in die Schule bringen können, sonst würden die Linie 31 und 33 ihre dichten Intervalle nicht halten können", so Kathrin Liener, Pressesprecherin der Wiener Linien.

Polizei straft Fußgänger

Aufgrund der immer wieder gefährlichen Situationen an der Kreuzung, kündigte das zuständige Wachzimmer Pappenheimgasse Anfang Oktober Strafen an. „Wer sich wissentlich nicht an die Verkehrsregeln hält, muss mit Strafen rechnen“, sagt Paul Eidenberger von der Landespolizeidirektion Wien.

Bei einer Straßenüberquerungen bei Rot sind 30 Euro in bar und 60 Euro mit Erlagschein zu zahlen. Die Strafen seien auch als Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer zu sehen, da Jugendliche nicht vom allgemeinen Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind, so Eidenberger.

Maßnahmen geplant

Dem TGM und dessen Interimsschulleiter Wolfgang Kern ist das Problem rund um Schulbeginn und -ende bewusst. Deshalb plane man gewisse Maßnahmen, die die Jugendlichen künftig vom Ignorieren der Fußgängerampel abhalten sollen. Gut vorstellen könne man sich eine Gesprächsrunde zwischen Polizei und Schülern.

„Verkehrserziehende Maßnahmen sollten bei Schülern im Vordergrund stehen“, so Bezirkschef Hannes Derfler, der sich bereits wiederholt für eine Überprüfung der Kreuzung eingesetzt hat.

Autor:

Sabine Krammer aus Floridsdorf

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