Assistenzhunde
Unerlässliche Alltagshelfer auf vier Beinen

Fly unterstützt sein Frauchen im alltäglichen Leben. Das Logo auf dem Brustgeschirr kennzeichnet ihn als ausgebildeten Assistenzhund.
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  • Fly unterstützt sein Frauchen im alltäglichen Leben. Das Logo auf dem Brustgeschirr kennzeichnet ihn als ausgebildeten Assistenzhund.
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  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Bezirksrätin Sophia Kern fordert mehr Akzeptanz von Assistenzhunden in der Brigittenau.

BRIGITTENAU. Assistenzhunde sind für Personen mit Handicap eine große Unterstützung. Die Vierbeiner helfen bei Sehbeeinträchtigung (Blindenhunde), Hörbeeinträchtigung und chronischen Erkrankungen wie Epilepsie, Diabetes oder neurologischen Erkrankungen (Signalhunde) sowie mobiler Einschränkung (Servicehunde).

Im Alltag sind die Besitzer auf die ausgebildeten Tiere angewiesen. Deshalb kann man sie, im Gegensatz zu anderen Hunden, an alle Orte mitnehmen, die man mit Schuhen betreten darf. Dies gilt auch für Arztpraxen oder Lebensmittelläden, in denen Tieren sonst nicht erlaubt sind. Zudem sind Assistenzhunde ausgenommen von der Beißkorb- und Leinenpflicht. Doch wissen Menschen oft nicht gut über die im Bundesbehindertengesetz verankerten Regelungen Bescheid.

Probleme im Alltag 

"In der Brigittenau gibt es im Bezirksvergleich sehr viele Assistenzhunde", erzählt Karl Weissenbacher von der Veterinärmedizinischen Uni Wien. Er leitet die Prüf- und Koordinierungsstelle für Assistenzhunde und Therapiebegleithunde Wien.

Viele Menschen mit Handicap haben Probleme im Alltag. "Oft wollen Geschäfte Assistenzhunde nicht hineinlassen", so Bezirksrätin Sophia Kern. Ihr liegt es am Herzen, etwas zu ändern. "Ein Handicap kann Menschen den Mut nehmen, doch dank ihrer Assistenzhunde finden sie einen Weg, mutig in die Welt zu gehen", so Kern. Das sei auch der Grund, warum sie sich dafür einsetzt, dass Halter von Assistenzhunden so wenig wie möglich auf Widerstand, sei es auch nur aus Unwissenheit, treffen.

Bei einer speziellen Infoveranstaltung wollte sie Geschäftstreibende informieren und Vorurteile beseitigen. Neben Weissenbacher lud Kern auch Experten der Wirtschaftskammer und Behindertenanwaltschaft ins Amtshaus.

Spezielle Ausbildung 

"Wesentlich ist, dass die Bevölkerung einen Assistenzhund erkennt", so Weissenbacher. Gekennzeichnet sind ausgebildete Tiere durch ein spezielles Logo auf dem Brustgeschirr.

Doch nicht jeder Vierbeiner kann Assistenzhund werden. Voraussetzung sind ein Alter von mind. zwei Jahren sowie gesundheitliche und wesensmäßige Eignung. Letzteres meint, dass das Tier der Umwelt gegenüber neutrales und von dieser nicht beeinflussbares Verhalten zeigt.

Zudem brauchen Assistenzhunde eine fundierte Ausbildung. Sie umfasst neben grundsätzlichem Gehorsam spezifische Hilfeleistungen abhängig vom künftigen Einsatzgebiet. Die Eignung wird regelmäßig staatlich geprüft und die Besitzer müssen Fortbildungen besuchen.

Infos und Kontakt

Das  Messerli Forschungsinstitut  der Veterinärmedizinische Universität Wien kann man von Montag bis Freitag, 9-12 Uhr, unter 01/250 77 26 82 oder assistenzhunde@vetmeduni.ac.at kontaktieren.

Mehr Infos gibt es auf www.vetmeduni.ac.at nachzulesen.

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