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Inserat in der SonntagsKrone.
Herbert Kickl im Portrait. Er schaut drein, als hat man ihm gerade seine Ponys weggenommen. Daneben ist zu lesen:
Jetzt für klare Verhältnisse sorgen
Asyl- und Sozialbetrug stoppen
Zuwanderung beschränken
Heimat und Traditionen schützen
Grenzen wirksam kontrollieren

„Ohne uns kippt Kurz nach LINKS!“

Herbert Kickl hat offensichtlich Angst, dass ohne FPÖ Sebastian Kurz zum linkslinken Wasweißich mutiert. Keine Angst. Wenn die FPÖ nicht aufpasst, wird sie von Kurz noch rechts überholt.

Witzig ist, dass Kickl „jetzt für klare Verhältnisse sorgen“ will. Gut, das kann er. Er könnte doch Licht ins Dunkel der Ideenschmiede bringen. Da steht immer noch der Vorwurf der illegalen Parteienfinanzierung im Raum. Er könnte auch erklären, warum unter ihm als BIMAZ so viele Rechtsradikale einen Job im Dunstkreis seines Ministeriums bekommen haben. Er könnte auch erklären, warum sein Kabinettslakai mit dem Dienstwagen 100.000 Kilometer in eineinhalb Jahren durch die Gegend gefahren ist. Er könnte auch erklären wie es sein kann, dass zwei Polizisten als Ministeriumsfahrer abkommandiert werden können. Aber das tut er nicht. So klare Verhältnisse möchte Herbert Kickl dann doch nicht schaffen.

Dafür möchte er und die FPÖ „Asyl- und Sozialbetrug stoppen“. Eine Partei, deren Mitglieder und Politiker permanent mit dem Strafgesetzbuch kollidieren, wollen gegen Betrug kämpfen. Das ist, als würde sich Sebastian Kurz für höhere Mindestlöhne und eine Erbschaftssteuer einsetzen.

Auffällig ist, dass die FPÖ kommuniziert, was sie alles verhindern und stoppen will. Aber was hat der Durchschnittsösterreicher und auch die In davon, wenn die Grenzen dicht sind und die vor Krieg und Not Geflohenen im Mittelmeer verrecken. Was haben wir davon, wenn Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben werden und dort ein paar Tage später von einer Autobombe zerfetzt werden? Können wir uns dann ein größeres Schnitzel leisten? Schmeckt der Schweinsbraten dann besser? Kaum.

Auf der anderen Seite gibt es da die SPÖ. Die hat jetzt im Parlament durchgebracht, dass man nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei mit 62 Jahren in Pension gehen kann, dass Kinderbetreuungszeiten stärker für die Pension angerechnet werden, dass die 23-monatige Wartefrist auf die erste Pensionserhöhung entfällt, dass die Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose wieder aktiviert wird. Schon klar, diese Dinge verhindern und stoppen keine Flüchtlinge. Aber davon profitieren viele Menschen. Dadurch geht es ihnen besser.

So, nun entscheiden Sie. Wollen Sie lieber krepierende Flüchtlinge sehen oder am Monatsende mehr Geld im Börserl haben.

Autor:

Franz Schwingenschrot aus Brigittenau

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