Gesundheit
Ein Stich für die Gesundheit in Bruck an der Leitha

Dr. Miroslava Grubmüller ist Internistin in Hainburg.
  • Dr. Miroslava Grubmüller ist Internistin in Hainburg.
  • Foto: © Martin Hanus
  • hochgeladen von Bianca Mrak

BEZIRK. Ein heute geborenes Baby bekommt bis zu seinem 18. Geburtstag satte 50 Impfungen. Während die einen darin den medizinischen Fortschritt und die Ausrottung gefährlicher Krankheiten sehen, finden Kritiker viele Impfungen schlicht für überflüssig. In unserer neuen Serie „Gute Imfpung, schlechte Impfung“ (Seite 15) beleuchtet Medizinjournalist Bert Ehgartner ab dieser Woche Vorteile und Nachteile des Impfens. Wir haben unsere Ärzte im Bezirk gefragt, wie es um die Impfmoral steht und welche Imfpungen sie empfehlen – oder auch ablehnen.

Krankheiten eingedämmt

Dr. Miroslava Grubmüller, Internistin in Hainburg an der Donau, sieht die Vorteile von Impfungen. Durch sie werden schwere Krankheiten und Epidemien in der Bevölkerung eingedämmt: "Grundsätzlich dürfen wir nicht vergessen, dass durch das Impfen Millionen von Menschen vor gefährlichen Krankheiten geschützt wurden, z.B. gegen Pocken. Die Häufigkeit vieler Erkrankungen ist in unseren Breitengraden gegenüber früher durch bessere Lebens- und Ernährungsumstände, durch sauberes Trinkwasser und Hygiene gesunken."

Vernünftiges Abwägen

Den empfohlenen Impfplan für Kinder, der bis zum 18. Geburtstag rund 50 Impfungen empfiehlt, sieht Ärztin Grubmüller differenziert: "Mir erscheinen 50 Impfungen junger Menschen zu viel. Ich halte keine Impfung für ganz unumgänglich, es sei denn, sie ist durch berufliche Exposition oder andere Umstände, wie z.B. besonders zeckenverseuchte Gebiete, notwendig. Verpflichtung zu Impfungen halte ich für sinnlos. Die Eltern sollen selbst entscheiden können, allerdings würde der Arzt durch eine gesetzliche Verpflichtung eines Teils seiner Verantwortung enthoben", so Grubmüller.

Skepsis macht sich breit

Die Impfskepsis, die sich in der Bevölkerung immer mehr bemerkbar macht kann die Ärztin nachvollziehen: "Jeder Mensch kann individuell auf eine Impfung reagieren, jede Impfung kann Komplikationen nach sich ziehen. Es fehlen flächendeckende Statistiken über Erkrankungen oder sonstige Probleme über einen längeren Zeitraum nach Impfungen", stellt Internistin Miroslava Grubmüller fest.

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