Geschichte
Bilanz zum 35. Au-Jahrestag

In Wien fand zum 35. Jahrestag eine Pressekonferenz statt.
  • In Wien fand zum 35. Jahrestag eine Pressekonferenz statt.
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  • hochgeladen von Christina Michalka

HAINBURG. Im Dezember 1984 verhinderte der Einsatz tausender engagierter Aktivisten das Donaukraftwerk Hainburg und mit der Besetzung der Hainburger Au wurden die Weichen für den später gegründeten Nationalpark Donauauen gestellt.

Hainburger Erklärung

Da noch immer wesentliche Herausforderungen bevorstanden, formulierten die Vertreter der Au-Bewegung - Gerhard Heilingbrunner, Doris Holler-Bruckner, die mittlerweile verstorbene Freda Meissner-Blau, Bernd Lötsch, Wolfang Rehm und Günter Schobesberger - nach genau 30 Jahren, am 8. Dezember 2014, die Hainburger Erklärung.

Neue Hoffnung

Der Au-Aktivist, einstiger Initiator des Hainburg Volksbegehrens und heutiger Ehrenpräsident des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner, sieht die damalige Aubesetzung als Startschuss für eine moderne Umweltpolitik und die Gründung sämtlicher Nationalparks in Österreich, wie etwa die hohen Tauern, die Kalkalpen, den Neusiedlersee oder das Gesäuse. Er möchte die Bevölkerung durch direkte Demokratie mehr in wichtige Entscheidungen und Projekte einbinden und lokale sowie österreichweite Volksabstimmungen zulassen. Gerhard Heilingbrunner vergleicht die damalige Aubesetzung mit der heutigen "Fridays for Future"-Bewegung und meint: "Es gilt damals wie heute: Mut und Engagement zahlen sich aus." (Anmerkung: "Freitage für die Zukunft" ist eine von Greta Thunberg gegründete soziale Bewegung für den Klimaschutz).

Erneuerbare Energie

Die Au-Aktivistin und Spezialistin für erneuerbare Energie und Elektromobilität, Doris Holler-Bruckner, kritisiert Förderungen und Subventionen in umweltschädliche Projekte und betont, dass hohe Strafzahlungen auf den Staat zukommen, wenn die Energieziele nicht erreicht werden.
"Die Energiewende geht zu langsam. Wir brauchen ambitionierte Ausbauziele für erneuerbare Energien. Die aktuellen Schwierigkeiten, einen akzeptablen nationalen Energie- und Klimaplan zu erarbeiten, sind bezeichnend für nicht genügend Kontinuität, um Klimaziele zu erreichen", so Doris Holler-Bruckner.

Sinnvoller Umweltschutz

Der Au-Aktivist und ehemalige Direktor des Naturhistorischen Museums, Bernd Lötsch, sagt klar: "Man kann die Umwelt nicht auf Kosten der Natur sanieren". Er sieht große Vorteile in der Photovoltaik, da die Solarpaneele auf die Dächer der Häuser montiert werden und so keine zusätzliche Fläche der Natur benötigt wird. Windkraftanlagen werden zwar als erneuerbare Energie gesehen, jedoch greifen die Windräder in den natürlichen Lebensraum von Vögeln und Insekten ein und können den Tieren sogar gefährlich werden.

Autor:

Christina Michalka aus Bruck an der Leitha

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