Holz
Der schnelle Tod unserer Eschen

Kurt Wimmer und Gerhard Mörk (Landwirtschaftskammer Bruck) zeigen einige bereits umgefallene Eschen entlang des Reisenbaches.
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  • hochgeladen von Bianca Mrak

BEZIRK. Wer derzeit aufmerksam durch den Bezirk fährt wird einige Holzarbeiter entdecken, die in den Windschutzgürteln oder entlang der Bundesstraßen Bäume fällen. Das dient dem Schutz von Spaziergängern, Wanderern und Kfz-Lenkern. Denn es reicht derzeit ein kleines Lüftchen, um große Bäume umstürzen zu lassen.

Massive Bedrohung

Das Eschentriebsterben kam 2005 erstmals in Europa auf, seit 2007 wird es auch zunehmend in Österreich registriert. Verursacht durch den eingeschleppten Schlauchpilz sterben Triebe, Äste und schlussendlich der ganze Baum ab. Kommt es zusätzlich zu einem Befall mit Hallimasch-Pilzen die den Wurzelstock schädigen genügt oft ein kleiner Windstoß, um die Bäume umstürzen zu lassen. "Es ist wichtig, dass die Spaziergänger und Radfahrer, die die Feldwege entlang der Windschutzgürtel nützen, über diese Gefahr Bescheid wissen. Bei Wind und Wetter sind diese Wege besser zu meiden, ein kranker Baum ist von Laien oft nicht als solcher zu erkennen", gibt Götzendorfs Bürgermeister Kurt Wimmer zu bedenken.

Waldbesitzer gefordert

"Die Waldbesitzer müssen nach dem Forstgesetz die Schadorganismen wirksam bekämpfen, zum Beispiel durch Schlägerung und Abtransport der befallenen Bäume", betont Sektionschef Gerhard Mannsberger, Leiter der Forstsektion des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Kein leichtes Unterfangen, eine Bekämpfung ist praktisch nicht möglich, da man im Herbst alle Blätter vom Boden einsammeln und entsorgen müsste. Bleibt lediglich das präventive Fällen der Bäume. Für Waldspaziergänger gilt: "Wer sich im Wald abseits von öffentlichen Straßen und Wegen aufhält, hat selbst auf alle drohenden Gefahren zu achten", so Mannsberger.

Kleine Hoffnung

Experten gehen davon aus, dass maximal 1% aller Eschen in Österreich überleben werden. Derzeit wird intensiv an einigen Eschen geforscht, die scheinbar immun auf den Befall dieses Pilzes reagieren.

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