Endstation Wolfsthal
Flughafen Schwechat will Bahn Wien-Airport-Bratislava ausgebaut sehen

Derzeit ist in Wolfsthal Endstation. Der Fluhafen-Vorstand wünscht sich eine Verlängerung bis Bratislalva.
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BEZIRK BRUCK/L. (mm). Die Errichtung einer durchgehenden und leistungsfähigen Bahnverbindung zwischen Wien, dem Flughafen Schwechat und der slowakischen Hauptstadt Bratislava regt Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, an. Denn während in den Jahren von 2000 bis 2017 der Anteil des Autoverkehrs aus Wien zum Airport von 40 auf 25 Prozent zurückgegangen ist und heute mehr Personen denn je die Schiene benutzen, hat im selben Zeitraum der Kfz-Verkehr aus der Slowakei zum Flughafen Schwechat um zehn Prozent zugenommen.

Verkehrsinfrastruktur in der Ostregion

„Ein Direktzug aus Bratislava zum Flughafen und weiter nach Wien wäre ab seinem ersten Betriebstag voll“, sagte Ofner bei einem von der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV) veranstalteten Expertenforum zum Thema „Wachsende Airport City – Verkehrsinfrastruktur in der Ostregion“. Und er fügte hinzu: „Wäre ich ein Privater, würde ich diese Bahn sofort bauen!“

Schnellbahn S7 überlastet

Bei der vorhandenen Bahninfrastruktur ortet der Flughafen-Vorstand erheblichen Verbesserungsbedarf: „Der City-Airport-Train CAT hat in neun Jahren von 1,2 Millionen auf 1,65 Millionen Passagiere zugelegt, mehr ist aber aus Kapazitätsgründen nicht machbar.“ Die auf derselben eingleisigen Strecke rollende Flughafen-Schnellbahn S7 wiederum „ist zu bestimmten Betriebszeiten so voll, dass die Leute oft nicht einsteigen können.“

Machbarkeitsstudie liegt vor

Die Idee, die Pressburger Bahn zu ertüchtigen und über ihre derzeitige Endstation Wolfsthal bis nach Bratislava zu führen, ist nicht neu. Schon 2008 hatten die beiden Landesorganisationen der Industriellenvereinigung von Niederösterreich und Wien eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, wonach sich die Verlängerung der S7 bis in das Zentrum der slowakischen Hauptstadt unter Einbindung privater Investoren gewinnbringend finanzieren ließe. Berücksichtigt wurden dabei vor allem Planungs- und Errichtungskosten, Fremd- bzw. öffentliches Kapital sowie eventuelle Projektrisiken.

Verbindungsgleis fehlt

„Für uns hat die Sache leider einen entscheidenden Haken“, erklärte Werner Baltram, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur AG. „Entgegen anderslautenden Ankündigungen gibt es nämlich bis heute kein Verbindungsgleis vom Bahnhof Bratislava-Petrzalka zum Hauptbahnhof, der auf der anderen Donauseite liegt. Da haben die Slowaken ihre Hausaufgaben nicht gemacht.“

Autor:

Maria Ecker aus Baden

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