2. Februar
Maria Lichtmess

Darbringung im Tempel (Meister der Pollinger Tafeln, 1444)
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  • Darbringung im Tempel (Meister der Pollinger Tafeln, 1444)
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Maria Lichtmess -
Mariä Lichtmess - Fest der Darstellung des Herrn im Tempel, Fest Mariä Reinigung war ein früherer Name
Die Krippe wird abgebaut und der Christbaum endgültig aus der Wohnung entfernt
Lichtmesse, ein ums Jahr 542 zum Gedächtniß der Darbringung Christi im Tempel und der Reinigung Maria´s vielleicht an die Stelle des abgeschafften heidnischen Volksfestes der Lupercalien eingesetztes Kirchenfest, welches auf den 2. Februar fällt, hat seinen Namen von den Kerzen, welche an diesem tage für das ganze Jahr geweiht und mit der Anspielung auf die Worte des Simeon: „Ein Licht, zu erleuchten die Heiden”, in feierlicher Prozession umhergetragen werden. In Rom, verrichtet der Papst selbst das Weihamt in der Kapelle des Quirinals. — Tag der Lichte, hieß in der alten Kirche auch das Tauffest Christi oder die Epiphania.
(Quelle: Real-Encyklopädie für gebildete Stände aus dem Jahre 1845)
Das Fest der "Darstellung des Herrn" wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert. Der früher gebräuchliche Name "Mariä Reinigung" erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Die Frau musste ein Reinigungsopfer darbringen, wahlweise eine oder zwei Tauben oder in besonders gravierenden Fällen ein Schaf. Maria pilgerte also zu dieser ihrer "Reinigung" in den Tempel. Da außerdem Jesus der erste Sohn war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern zuerst ausgelöst werden: er wurde er zum Priester gebracht und vor Gott "dargestellt". Als die Eltern zu diesem Zweck in den Tempel kamen, begegneten sie dem betagten Simeon und der Prophetin Hannah, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen (Lukasevangelium 2, 21 - 40).
Der historische Ursprung liegt in einer heidnischen Sühneprozession, die alle fünf Jahre in Rom abgehalten und nun mit diesem Fest ins Christentum übernommen wurde, deshalb stand die Kerzenweihe und Lichterprozession im Mittelpunkt und wird das Fest auch "Mariä Lichtmess" genannt. Das Fest ist im 5. Jahrhundert in Jerusalem bezeugt, wurde im 7. Jahrhundert in Rom eingeführt und zunächst am 14. Februar gefeiert. An Lichtmess wurde der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht, die Leute brachten auch Kerzen für den häuslichen Gebrauch zur Segnung, diese gesegneten Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten, oder als schwarze Wetterkerzen Unwetter abwehren. Heute wird das früher bedeutende Fest nur noch selten wie früher mit einer Lichterprozession gefeiert. Lichtmess war bis 1912 auch ein offizieller Feiertag, nach diesem Tag begann die Arbeit der Bauern nach der Winterpause wieder. Als "Schlenkeltag" war Lichtmess ein wichtiger Termin für Dienstboten: an Lichtmess wurde oft der Dienstherr gewechselt.
Seit 1960 wird der Tag auch im Abendland wieder als Fest gefeiert, nachdem die Ostkirche an dieser Tradition unter dem Namen "Hypapanthe", "Begegnung", festgehalten hatte. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil wird das Fest auch in der katholischen Kirche nach dem biblischen Zeugnis das Fest der "Darstellung des Herrn" genannt, dabei steht der Lobgesang des Simeon im Mittelpunkt (Lukasevangelium 2, 29 - 32).
Bild : Giovanni Bellini, um 1459, Galleria Querini Stampalia in Venedig
Inhalt mit freundlicher Unterstützung von Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de

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